Speyer Brendel-Trophäen im Museum

erster Olympiasieger hat seit gestern den Platz, der ihm gebührt. In Anwesenheit des Oberbürgermeisters Hansjörg Eger wurden Trophäen von Jakob Brendel, 1932 in Los Angeles Goldmedaillen- und 1936 in Berlin Bronzemedaillen-Gewinner, in das Deutsche Ringermuseum in Schifferstadt aufgenommen. Unter den etwa 90.000 von Jürgen Fouquet zusammengetragenen Exponaten des Ringersports befindet sich nunmehr auch der sportliche Nachlass des Bantamgewichtlers. Der startete zu jener Zeit für den Nürnberger SC Maxvorstadt und gehörte zwischen 1929 und 1938 in beiden Stilarten zur Weltklasse. Sein gleichnamiger, in Roßtal bei Nürnberg wohnender Sohn und dessen Frau Helga überließen die Trophäen Jakob Brendels (1907 bis 1964) samt einer Spende von 500 Euro dem seit 2010 bestehenden Ringermuseum. Bei einem Festakt im alten Rathaus würdigten Schifferstadts Bürgermeisterin Ilona Volk, Martin Volk und Hans-Otto Balmes, Vorstandsmitglieder des Vereins zur Pflege der Kultur des Ringersports, die Erfolge des sechsmaligen Deutschen Meisters, der zwischen 1930 und 1937 bei Europa-Titelkämpfen einen kompletten Medaillensatz errang. In Speyer erinnert der AV 03 in seinem Athletenheim an Jakob Brendel. Mit Brendel ins Ringermuseum aufgenommen wurden Sporthinterlassenschaften von Georg Gehring (Ludwigshafen, 1928 in Amsterdam Olympia-Dritter) und Fritz Schäfer aus Schifferstadt, 1936 in Berlin Olympia-Zweiter. Unser Bild zeigt Brendels Sohn Jakob in der Ausstellung mit dem Koffer seines Vaters. (wk)