Speyer Blutrote Currywurst für Kreaturen der Nacht

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Spinnweben und Hexenkessel, Frankensteins Grab und spukende Vampirella: Das Horrorkabinett des MGV Concordia ließ selbst bei der zwölften Auflage seines Halloween-Rock am Freitagabend keine Wünsche offen. Die Geister, die sich in die Sommerfesthalle und zur Band Grand Malör gerufen fühlten, wurden die Wächter der Gruselgruft nicht mehr so schnell los, doch das dürfte sie freuen.

Die Band aus der Vorderpfalz, nur ein paar Fledermaus-Flügelschläge von Waldsee entfernt, heizte den Besuchern mächtig ein und weckte selbst die müdesten Lebensgeister. Wie es die Tradition so vorschreibt bei den Kreaturen der Nacht, flatterten die meisten davon erst zu späterer Stunde in die schaurig schöne Stube ein, die mit gewohnter Akribie zum Blickfang gemacht worden war. Tagelang hatten die Concordianer geklebt, getackert, geknotet, verschoben, verhängt und verbunden, bis die letzte Nachtgestalt an ihrem Platz und das letzte Kabel als Stolperfalle enttarnt worden war. „Wir sind immer wieder baff, was hier auf die Beine gestellt wird“, lobte Peter Bohrmann alias Bat-Buster das Team. Als Fledermausjäger in weißer Kluft und mit Apparatur auf dem Rücken war der 36-jährige Speyerer unterwegs. Seinen „Fang“ hatte er bereits mitgebracht: Freundin Yasemin, die sich im Flattermann-Kostüm bestens amüsierte. Ü18, also Volljährigkeit, war Pflicht beim Halloween-Rock, der nicht nur mit Grusel-Gestaltung, sondern auch mit großartiger Mucke garniert war. Spontan reagierten Grand Malör auf Stimmung und Stimmen aus den Reihen der Draculas, Kürbisfratzen, Jack-the-Rippers und Gruseldas und erklärten damit wortlos, weshalb ihr Kultstatus gerechtfertigt ist. Musik aus dem Bauch, Party für alle, von Grabesruhe keine Spur. „Einfach geil“, urteilte Stefanie Maier, die mit zwei Freundinnen als „sexy Skeletties“ den Weg in die Gruft gewagt hatte – zum ersten Mal, denn erst kürzlich hat die junge Frau aus Neuhofen ihre Volljährigkeit gefeiert. Bei der Party für die Jugend sei sie schon mal dabei gewesen. „Aber das hier ist noch genialer“, versicherte sie. So groß wie das Lob für die Deko und die Organisation war auch die Lust auf deftige Geisterkost zwischendurch. Blutrote Currywurst entpuppte sich als beliebter Klassiker bei den Zombie-Frauen und Mumien-Männern. Kurzum: Das Gesamtpaket, das die Concordia an Halloween geschnürt hat, stimmte wieder einmal. Nur eine Gruppe dürfte ein wenig unglücklich gewesen sein: die unter 18-Jährigen. Die mussten nämlich erstmals aufgrund des schlechten Termins in diesem Jahr auf eine Party verzichten. (xsm)

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