Speyer Bilder-Verlosung: Spende an Lebenshilfe

Dudenhofen. „Ihre Kinder“ haben die Mitglieder des Teams „groß-ART-ig“ ungern hergegeben. Renate Groß-Rollar: „Die eigenen, vertrauten Bilder von der heimischen Wand wieder abzuhängen, sich von ihnen zu trennen, brauchte es ein wenig Überzeugungsarbeit.“ Die sich gelohnt hat. Aus dem „Verkauf“ konnte das Team am Mittwochnachmittag im Rathaus in Dudenhofen der Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt einen Scheck mit der eingetragenen Summe von 1191,50 Euro überreichen.
150 Bilder, Landschaften, Portraits, Stillleben, gegenständlich, abstrakt, über die vergangenen Jahre in der Gruppe gemalt, stellte das Team bei der „SpargelSpitze“ im Mai für eine Verlosung zur Verfügung. Ein Los drei Euro, vier Lose in der vom Geflügelzuchtverein geliehenen Trommel zehn Euro. Am Ende der Veranstaltung waren alle 150 Gemälde verlost. Groß-Rollar fühlte sich nicht nur durch den gesammelten Betrag für die gute Sache belohnt: „Wir haben viele glückliche Gewinner erlebt.“ Ihr Fazit zur Aktion: „Es war anstrengend, aber schön.“ Für alle von groß-ART-ig: Monika Störtz, Claudia Weber, Ronny Schreyer-Eckardt, Uta und Jürgen Höfling (alle Speyer), Gabriele Wizorrek Böhl-Iggelheim), Brigitte Bartles, Zorica Schmidt, Susanne Bartels, Monika Waldecker (Schifferstadt), Heinz Zech (Limburgerhof), Stefanie Fischer, Maria Schraut, Martina Jann-Bettag (Harthausen), Monika Rieg, Ulrike Braun, Margit Reichelt, Maria Zöller, Christian Groß, Renate Groß-Rollar (Dudenhofen). Bürgermeister Peter Eberhard hat groß-ART-ig jeden Tag vor Augen. Die im Vorjahr bei der SpargelSpitze als Puzzle verkauften, gespendeten Kirchen der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen hängen – zum Bild zusammengefügt – im Bürgerbüro. Er lud schon mal zur gemeinsamen Aktion, Spendenübergabe 2015 ein. Gerhard Wissmann, Vorsitzender der Lebenshilfe, rührte der Moment: „Auch weil wir wissen, die Spende ist nicht für die Institution, sie ist für Menschen mit Behinderung.“ Er wird das Geld an „Molemol“, die Malgruppe der Lebenshilfe weitergeben. Damit „Molemol“ unabhängig ausstellen kann, wolle die Lebenshilfe in der Herdstraße in Speyer einen Raum einrichten. Wissmann: „Behinderte gehören in die Mitte der Gesellschaft.“ Dafür zu werben, möglichst viele der Behinderten in den Arbeitsmarkt zu integrieren, sei eine der Aufgaben der Lebenshilfe. Die Lebenswirklichkeit ist oft eine andere: „Ich bekomme Absagen weil Behinderte nicht ,wertschöpfend’ wären.“ Kurt Weinschütz, Ehrenvorsitzender der Lebenshilfe, freut sich immer wieder, nach Dudenhofen zu kommen. In der Gemeinde werde viel für die Einrichtung getan. Angefangen beim Bürgermeister: „Eberhard trägt das Herz der Lebenshilfe in sich.“ (län)