Speyer Bikowski triumphiert in der Nervenschlacht

DUDENHOFEN. Das Derby der Damen 50 zwischen dem TC Dudenhofen und TV Waldsee (B-Klasse) haben die Gäste mit 12:2 gewonnen.
„Wir haben heute mit etwas Pech verloren, aber trotzdem unseren Spaß gehabt“, sagte Dudenhofens Spielführerin Elke Sander nach dem abschließenden Ballwechsel. Nach rund sechsstündiger Auseinandersetzung gab es freudige, aber auch etwas enttäuschte Mienen. Der Spaß am Tennissport stand bei den Gegnerinnen zwar im Vordergrund. Doch im Laufe des Tages entwickelte sich der sportliche Ehrgeiz immer mehr. „Das ist ja schließlich kein Kaffeekränzchen, sondern bei aller Freundschaft eben Sport, bei dem jede ihr Bestes gibt und am Ende auch gewinnen möchte“, sagte Waldsees Spielführerin Iris Schifferstein. Sie ging auf Position drei mit gutem Beispiel voran, kämpfte mit vollem Einsatz, trumpfte im ersten Durchgang gegen Doris Stricker mächtig auf und gewann 6:1. Der zweite Satz verlief hart umkämpft, geprägt von langen Ballwechseln und riesiger Laufarbeit beider Spielerinnen. Beim Stand von 3:4 vergab Stricker die Breakchance zum 4:4. Stattdessen punktete die laufstarke und ballsichere Schifferstein zum 5:3, um anschließend den 6:3-Erfolg klar zu machen. „Das war heute einfach nicht mein Tag“, meinte Doris Stricker: „Im ersten Satz war ich zu nervös. Im Zweiten ging es zwar besser. Doch meine Returns und die Slice-Bälle wollten einfach nicht klappen.“ Schifferstein äußerte sich über ihren Auftritt zufrieden. „Zu Beginn habe ich nahezu fehlerlos gespielt. Dann wurde Doris stärker, und es war ein sehr harter Kampf, bei dem ich schließlich den längeren Atem hatte“, erklärte sie im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Auf Mannschaftsposition zwei lieferten sich Petra Barent (TCD) und Martina Bikowski ein Duell auf Augenhöhe. Nach 5:2-Führung triumphierte die Gästespielerin schließlich mit 6:4. „Nach gefühlter Dominanz bin ich durch Leichtsinnsfehler und zwei Spielverluste zum 5:4 nochmals in Bedrängnis gekommen“, berichtete sie. Im zweiten Abschnitt dominierte die Spargeldörflerin mit ihren druckvollen und platzierten Angriffsbällen sowie den gefühlvollen Stops: 6:1. Den Championstiebreak entschied Bikowski etwas glücklich mit 13:11 für sich, nachdem sie bereits 7:9 hinten lag und anschließend drei Matchbälle abwehrte. „Eine Zitterpartie und reine Nervensache in der Schlussphase“, waren sich beide einig. „Am Ende hatte ich etwas mehr Glück“, räumte Martina Bikowski ein, die mit zwei Linienbällen den drohenden Matchverlust vermied. Kurzfristig sprang bei den Gastgeberinnen die Seniorin des Teams, Doris Hüskes, für die verhinderte Ruth Lindemer ein. Gegen die zwölf Jahre jüngere Brigitte Karl verlor sie zwar 2:6 und 4:6, zog sich aber „glänzend aus der Affäre“, wie ein Beobachter treffend bemerkte. Beim Spielstand von 3:5 und 0:40 wehrte Hüskes kampfstark drei Matchbälle ab: 4:5. Sollte sie es doch noch schaffen?, fragten sich die Zuschauer. Doch nach erneuter 40:0-Führung verwandelte Brigitte Karl ihren vierten Matchball zum Sieg. Auf der Spitzenposition lag Waldsees Monika Weimer-Gremm nach 1:3-Rückstand gegen Petra Laux mit 5:4 vorne und stand kurz vor dem Satzgewinn. Doch die Einheimische bäumte sich auf und holte sich den Satz 7:5. Wegen Kniebeschwerden gab Weimer-Gremm auf. Waldsee benötigte ein Doppel zum Sieg. Beide Paarungen standen auf Messers Schneide. Nach 6:4, 2:6 gewannen Noris Schumann/Karl den Matchtiebreak 10:7 gegen Barent/Elke Sander. Bikowski/Schifferstein behielt mit 7:6 und 6:4 über Laux/Hüskes die Oberhand.