Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Bewegung bei Planungen für frühere Ludwigskirche

Noch ist das Tor meistens geschlossen: St. Ludwig in der Korngasse.
Noch ist das Tor meistens geschlossen: St. Ludwig in der Korngasse.

Die Denkmalpflege sehe die Pläne für die künftige Nutzung der früheren Dominikanerkirche St. Ludwig insgesamt positiv, es seien aber noch Details zu klären. So hat Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) die Pläne von Eigentümerin Doris Grethen eingeordnet. Aus der Politik kommt Zuspruch für Grethen.

In dieser Woche gab es dazu einen Ortstermin bei St. Ludwig, im Dezember soll der städtische Planungs- und Gestaltungsbeirat zu dem Vorhaben befragt werden. Die Kirche ist seit Jahren ungenutzt. Grethen hat sie 2020 erworben und will sie zur Gastronomie- und Eventfläche umgestalten. Den neuesten Ortstermin mit Stadt-Vertretern stuft sie als „positiv“ ein.

Die offenen Fragen betreffen unter anderem ein zweigeschossiges Multifunktionsgebäude, das zur Predigergasse hin entstehen soll, sowie die Gestaltung der Kirchenfassade zur Korngasse hin. Grethen würde dort gerne mehrere große Fenster einbauen, deren Anzahl ist offen. „Es geht auch darum, wie viel Kunstlicht in der Energiekrise erforderlich ist“, ordnet sie ein. Seiler berichtete außerdem von kritischen Nachbarn und einer noch zu klärenden Ver- und Entsorgung.

SWG unterstützt Investorin

Mit Zuspruch für die Investorin hat sich in einer Stellungnahme die Speyerer Wählergruppe (SWG) zu Wort gemeldet: Sie wünsche sich für sie mehr Unterstützung der Stadtverwaltung. Sie setze sich dafür ein, „dass es einen zügigen Austausch mit der Stadt gibt, damit die Investitionskosten nicht davongaloppieren“. Außerdem solle die Verwaltung der Investorin „klar kommunizieren, was im Rahmen des Denkmalschutzes möglich ist“. Die SWG freue sich über eine Bauherrin, die kulturelles Erbe für alle zugänglich machen wolle. Sie hatte sich zuvor mit Grethen getroffen.

Generell plädiert die SWG dafür, dass sich die Verwaltung das Ziel gibt, Bauanträge innerhalb von drei Monaten zu bearbeiten und darüber zu entscheiden. Grethens erste Planungen sind mehr als ein Jahr alt. „Leerstand ist schlecht in einer Stadt und das gilt auch für eine ehemalige Kirche“, heißt es in der SWG-Mitteilung.

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