Speyer Besuch bei den Brandbekämpfern
Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte (Kita) Naseweis haben die Verbandsgemeinde-Feuerwehr in Dudenhofen besucht. Und dabei ganz, ganz viel über Feuerwehrleute, deren Ausrüstung und Feuerwehrautos gelernt.
Stefan Zöller ist der Wehrleiter, also der Chef der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde. Er will von den jungen Besuchern wissen, was die Feuerwehr so alles macht. Der Nachwuchs kennt sich gut aus, denn die Kinder haben sich in den vergangenen 14 Tagen in der Kita mit dem Thema „Feuerwehr“ beschäftigt. „Die Feuerwehr kommt, wenn es brennt, wenn es einen Unfall gibt, wenn viel Wasser da ist – und Feuerwehrleute drehen die Drehleiter hoch, wenn eine Katze in einem Baum sitzt“, erklären die Kleinen. „Ja, wir helfen auch Tieren“, bestätigt Zöller. Er fragt, was man tun muss, um die Feuerwehr zu rufen. „Die 112 anrufen“, antwortet ein Mädchen. Ein Junge fängt an, das in der Kita erlernte Feuerwehrlied zu singen. Die anderen Kinder singen begeistert mit. „Wenn ihr die 112 anruft, müsst ihr sagen, wer und wo ihr seid, was passiert ist und wie viele Leute verletzt sind“, erklärt Zöller. „Feuerwehrleute haben auch ganz spezielle Schuhe: Feuerwehrstiefel, die vorne ganz hart sind“, sagt er. Die Kinder dürfen die Stiefel in die Hand nehmen, draufklopfen. Dann zeigt Zöller ihnen einen Feuerwehrhelm, Feuerwehrhandschuhe und eine Feuerwehrjacke mit Reflexionsstreifen: „Die leuchten im Dunkeln“, weiß ein Junge. Die Kinder dürfen die Sachen, die für die Kleinen viel zu groß sind, anziehen – und haben dabei Spaß. „Die Jacke kann nur aufplatzen, sich verfärben, brennt aber nicht“, berichtet Zöller. Er zeigt den Kindern auch Feuerwehrkleidung, die Wehrleute vor 50, 60 Jahren getragen haben: „Damals hatten die noch nicht so tolle Jacken. Das war ganz einfache Kleidung.“ Und wofür ist der Feuerwehrgürtel da? „Da steckt ein Beil drin, und da ist eine Schlaufe zum Einhängen dran, damit man nicht von der Leiter fällt“, sagt Zöller. Dann geht’s zu den Autos. Es gibt kleine und ganz große. Zöller zeigt auf die Rettungsschere. Die wird gebraucht, um bei einem Unfall eingeklemmte Leute aus dem Auto zu retten. Die Kinder entdecken die Atemschutz-Ausrüstung. „In den Flaschen ist Luft drin“, informiert Zöller. Und deutet auf das Sprungkissen: „Das wird aufgeblasen wie eine große Luftmatratze. Da kann man dann reinspringen.“ Der Wehrleiter fragt die Kita-Schützlinge, wo sie hingehen, wenn es in der Kita brennt. „Wir gehen dann runter an den Seilen auf den Sportplatz“, antwortet ein Kind. Zusammen mit den Anderen schaut es sich die lange Leiter, Schläuche und Rohre an. Und Zöller zeigt der Gruppe den großen Tank im Feuerwehrauto, in dem das Löschwasser ist: „Der Tank ist größer als eure Badewanne“, sagt er. Und betont, dass Feuerlöscher auch Zuhause wichtig sind. Die Kinder sehen im Auto einen Staubsauger: „Das ist ein Sauger für Wasser“, sagt Zöller. Er zeigt auf ein anderes Gerät, einen Lüfter, mit dem Rauch aus Häusern geblasen werden kann: „Der funktioniert wie ein Fön, wenn ihr eure Haare trocknet.“ Zum Schluss erklärt Zöller den Kindern, wie man mit einem Gerät im Feuerwehrauto bei einem Einsatz nachts viel Licht machen kann. Und: Dass die Feuerwehr mit der großen Drehleiter bis an die Turmuhr der Kirche kommen würde. Ob Feuerwehrleute manchmal auf der Drehleiter auch Angst haben, will ein Junge wissen. Zöller verneint das. Dann schaltet er das Blaulicht ein, und die Kinder setzen sich stolz ins und aufs große Feuerwehrauto. Kita-Erzieherin Ulrike Richter berichtet, dass nicht nur die Jungen, sondern auch die Mädchen viel Spaß hatten, als über die Feuerwehr gesprochen wurde. Und dass sich alle unheimlich gefreut hätten, die Feuerwehr besuchen zu dürfen. Stefan Zöller weiß, wie wichtig es ist, dass sie schon früh über die Feuerwehr Bescheid wissen und die Notrufnummer kennen. „Wir freuen uns über jeden, der später einmal zu uns kommt“, sagt er. Kinder ab zehn Jahren dürfen bei der Jugendfeuerwehr mitmachen. Zöller wünscht sich, dass es in Zusammenarbeit mit den Kitas schon bald eine Bambini-Feuerwehr gibt. Da dürfen dann schon Kinder ab sechs Jahren hingehen. (nti)