Speyer
Berghausen: KjG äußert sich zu Kritik an Kerwe
Ein Leserbrief in der RHEINPFALZ-Ausgabe vom 23. September, in dem eine Anwohnerin der Gutenbergstraße in Berghausen Kritik an der Kerwe äußerte, hat für Wirbel gesorgt. Auch in einer Facebook-Gruppe schlug das Thema hohe Wellen. Jetzt meldete sich Katrin Maino vom Kerweteam der KjG zu Wort.
Maino ist geistliche Leiterin der KjG und spricht nach ihren Angaben für das gesamte Kerweteam der katholischen Jugendgruppe. Sie sagt, dass es dem Team schleierhaft sei, wie sie als Verein für das Fahrverhalten der „Rennfahrer“ verantwortlich sein könnten. Die Leserbriefschreiberin Gerda Bahm hatte beklagt, dass Autofahrer die Gutenbergstraße während der Kerwe als Rennstrecke benutzten und Verkehrsschilder, Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie die Rechts-vor-Links-Regel nicht beachten würden. „Hier können wir auch nur an alle Autofahrer*innen appellieren, mehr Rücksicht auf Schulkinder und Anwohner*innen zu nehmen“, schreibt KjG-Mitglied Maino. Ihren Angaben zufolge hat das Kerweteam den Eindruck, dass das Verkehrsaufkommen im südöstlichen Teil Berghausens während der Kerwe sogar minimiert sei, da viele Autofahrer die Umleitung über die Germersheimer Straße nutzen würden. Von dortiger Seite gebe es bis dato während der Kerwe keine Beschwerden, sagt Maino.
„Kerwe in der Hohl keine Lösung“
Zur von der Leserbriefschreiberin Gerda Bahm als Lärm bezeichneten Musik „bis spät in die Nacht“ teilt Maino mit, dass sich über Musikgeschmack bekanntlich streiten lasse. Jedoch spreche die Menge an Menschen, die ihren Weg aufgrund der angekündigten Bands nach Berghausen eingeschlagen habe, wohl für sich.
Bahms Vorschlag, die Kerwe weg von der Dorfmitte unter die „Hohl“ zu verlegen, würde laut dem KjG-Kerweteam nur bedingt etwas bringen. Es würde zwar die Verkehrsproblematik lösen, die Lautstärke-Thematik jedoch nicht. Bei einer Kerwe in der „Hohl“ würden mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Anwohner betroffen sein, da der Schalleffekt nicht unterschätzt werden dürfe, vermutet Maino. Es gebe leider keine perfekte Lösung, macht sie deutlich.
Vereine brauchen Kerwe
Sie geht auch auf das ehrenamtliche Engagement der Helfer bei der Kerwe ein. „Was die beiden Vereine FVB und KjG für die Berghäuser Kerwe leisten, ist enorm“, sagt sie. Ehrenamtliche nehmen Urlaub und opferten ihre Freizeit, um die Kerwe für alle Generationen auf die Beine zu stellen. Gleichzeitig nehmen die Vereine Geld zur Finanzierung ihrer Angebote ein. „So werden wöchentlich Trainings oder Gruppenstunden, Ferienfreizeiten und Turniere und vieles mehr veranstaltet, an denen gesamt mehr als 100 Kinder und Jugendliche ortsübergreifend teilnehmen“, macht Maino deutlich.
Das KjG-Kerweteam ist der Meinung, dass Vereine und Feste zu einem lebenswerten Ort dazugehören. Ihnen sei bewusst, dass einige Anwohner durch die Kerwe gestört werden und deshalb bedanken sie sich für das doch große Wohlwollen und Verständnis. Zudem bemühe sich das Team, die Kerwe weiterhin zu optimieren. Bei weiterem Gesprächsbedarf verweist Katrin Maino auf die E-Mail-Adresse der KjG Berghausen: info@kjg-berghausen.de