Speyer Berghausen: Kirche wird im Advent nicht beleuchtet

RÖMERBERG. Die Kirche in Berghausen wird im Advent nicht beleuchtet werden. Das hat Ortskartellvorsitzender Helmut Kühner gestern der RHEINPFALZ mitgeteilt. Das Kartell reagierte damit auf eine Entscheidung des Verwaltungsrats der katholischen Pfarrgemeinde. Er beschloss nach einer Umfrage, dass die Kirche nur noch an den Adventswochenenden und in der Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönig im Lichterglanz erstrahlen soll.
Der Verwaltungsrat der katholischen Pfarrgemeinde Berghausen wollte in einer Umfrage von den Katholiken wissen, was sie von der Beleuchtung der Pfarrkirche halten. Wie berichtet, schmückt das Ortskartell seit etwa zehn Jahren die Kirche mit einem Lichterteppich. Die Mehrheit der Abstimmer (54) war für eine Beibehaltung des bisherigen Weges, also Beleuchtung vom ersten Adventswochenende bis Dreikönig. 52 Menschen sprachen sich für eine gezielte Beleuchtung an den Adventswochenenden und von Heiligabend bis Dreikönig aus. Lichterglanz nur zwischen Heiligabend und Dreikönig finden 31 Wähler ausreichend. Für „keine Beleuchtung“ votierten 13 Menschen. Theo Lehmann vom Verwaltungsrat erklärte gestern, das Gremium habe angesichts des Ergebnisses einen Mittelweg gehen wollen, um auch die Stimmen, die für die gezielte Beleuchtung (Wochenenden, ab Weihnachten) und die Beleuchtung zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar waren, nicht unter den Tisch fallen zu lassen. Deswegen habe er gegenüber dem Ortskartell eine Beleuchtung an den Wochenenden und von Weihnachten bis Dreikönig vorgeschlagen. Das Ortskartell hat sich daraufhin dafür ausgesprochen, die Kirche gar nicht mehr zu beleuchten, berichtete dessen Chef Kühner. Dafür gebe es zwei Gründe: Wegen der eingeschränkten Brenndauer der Lichterketten erwarte das Kartell Korrosionsschäden. Diese entstünden durch die Feuchtigkeit, bei täglichem Einsatz mache das nur minimal was aus, bei seltenem Einsatz mehr. Zudem stünde der Aufwand für die Installation in keinem Verhältnis zu Brenndauer. Die Beleuchtung am alten Bürgermeisteramt werde weiterhin angebracht. Lehmann betonte, dass es dem Verwaltungsrat nicht darum ging, den Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende zu schädigen: „Wir wollten mit dieser Entscheidung nicht den Weihnachtsmarkt kaputtmachen, sondern wir wollten die Pfarrei miteinbeziehen.“ (snr)