Dudenhofen
Baustellen, Vorsätze und ein Rückkehrer im neuen Jahr
Beim Neujahrsempfang in der gut besuchten Festhalle führte zwar noch der Erste Ortsbeigeordnete Reinhard Burck (Grüne) durch den kurzweiligen Abend, doch Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) hat nach langer Krankheitsphase seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen. „Bei einer Untersuchung hat sich herausgestellt, dass Jürgen wieder in die Verwaltung kommen kann“, verkündete Burck die gute Nachricht.
Ansonsten warf der Beigeordnete in seiner Ansprache einen Blick auf anstehende Projekte: Die Sanierung der Schillerstraße bis zur Einmündung Hermann-Löns-Straße und die Sanierung der Heidegartenstraße stehen an. Auch den verkehrsberuhigten Ausbau der Rottstraße bis zur Ecke St.-Klara-Straße mit der gleichzeitigen Sanierung der Wasser- und Gasleitungen sowie der Hausanschlüsse habe der Gemeinderat beschlossen. Der Ausbau der Straße, der über die wiederkehrenden Beiträge finanziert wird, soll im März beginnen und zirka neun Monate dauern.
Noch weniger konkret sind die Planungen im Bereich Kita und Hort: Für eine Erweiterung der Kita St. Kunigunde gebe es bereits zwei verschiedene Vorschläge von einem Architekturbüro. „Ein dritter Vorschlag für einen eventuellen Neubau soll noch geprüft werden“, sagte Burck. Für den schon länger geplanten Hortneubau liege bereits eine Baugenehmigung vor. Eine Ganztagsbetreuung für die Grundschulkinder der ersten Klasse müsse bereits ab dem kommenden Schuljahr gewährleistet sein. Einen großen finanziellen Nachteil für sich sieht die Ortsgemeinde bei ausbleibenden Schlüsselzuweisungen, weil das Land einen Wechsel der Grundschul-Trägerschaft von Verbands- zur Ortsgemeinde abgelehnt hat. „Deshalb erwägen wir momentan, dies juristisch prüfen zu lassen“, berichtete Burck.
Fußgängerampel geplant
Gute Nachrichten hat Burck für Schulkinder und deren Eltern: Der Landesbetrieb Mobilität habe signalisiert, dass er einer Drückampel vor der Grundschule nicht ablehnend gegenüber steht, sofern die Gemeinde die Kosten von zirka 50.000 Euro selbst übernehme. „Die Fraktionen im Rat sind sich darüber einig, dass uns die Verkehrssicherheit unserer Kinder und Enkelkinder diese Investition wert sind“, sagte der Beigeordnete. Über eine Kostenbeteiligung soll mit dem LBM ebenso noch einmal gesprochen werden wie über eine Verbesserung der Schul- und Radwege. Ein weiteres Verkehrsthema ist neben der laufenden Modernisierung der Lärmschutzwände an der B39 auch die geplante Südtangente, die allerdings wohl noch auf sich warten lässt.
Im Gespräch mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd sei die Verwaltung wegen einer Renaturierung des Hainbachs und einer Fußgängerbrücke zwischen den Einkaufsmärkten und dem Neubau. Die Neuausschreibung für das gemeindeeigene Grundstück „In den dreißig Morgen“ läuft noch bis Ende Januar. Er hoffe, dass bald Mehrgenerationenwohnen und auch Sozialwohnungen für Familien entstehen können, so Burck. „Denn der Bedarf an Wohnungen ist bekanntlich auch in Dudenhofen vorhanden“, findet er. Fortsetzen will die Gemeinde bestehende Angebote für ältere Bürger wie Seniorennachmittage und Ausflüge. Für Fahrten steht der neue Bürgerbus zur Verfügung. Zudem ist ein E-Auto-Sharing im Ort angedacht.
Neben dem Blick nach vorne richtete der Beigeordnete den Blick auch zurück: Erfreuliche Ereignisse waren laut Burck der Abschluss der Sanierung der Gommersheimer Straße und der Goethestraße, die Einweihung des neuen, auch von der Ortsgemeinde bezuschussten Pfarrheims sowie der Spatenstich für die Erweiterung des Feuerwehrstandorts. „Da ein Teil der Parkplätze für den Erweiterungsbau benötigt wird, müssen wir an anderer Stelle neue Parkplätze schaffen“, erklärte der Beigeordnete. Denn bei Veranstaltungen würden diese dringend benötigt.
Gesellschaftliche Highlights waren für den Beigeordneten im zurückliegenden Jahr die Feier des 50-jährigen Bestehens der Partnerschaft mit der Südtiroler Gemeinde Martell und gegenseitigen Besuchen, aber auch Spargelfest, Kerwe, Weihnachtswaldbasar und Traumzeit Varieté. Das sportliche Großereignis der Deutschen Meisterschaft im Bahnradfahren sei durch einen schweren Sturz und dadurch verletzte Zuschauer überschattet worden. Mittlerweile seien die Verletzten wieder genesen, einige befänden sich aber noch in Reha-Maßnahmen.
Neben einem Lob für alle ehrenamtlich engagierten Bürger gab der Beigeordnete den Dudenhofenern einen Appell mit auf den Weg: Zusammenarbeiten, Kompromisse finden, um die Gemeinde voranzubringen – darum gehe es. Die politischen Vertreter sieht er dabei auf einem guten Weg. Nachdem es im Gemeinderat anfangs „etwas gehakt hat“, laufe die Zusammenarbeit mittlerweile „gut und ist sachorientiert“.
Ehrung für mehrere Bürger
Folgende Bürger hat die Ortsgemeinde Dudenhofen für ihr Engagement geehrt: Wilhelm Münch vom Verein für Deutsche Schäferhunde, Thomas Winter vom FV Dudenhofen, Rainer Hübner und Gerhard Manger vom Brieftaubenverein, Benno Löffler vom Verein für Heimatgeschichte und -kultur, Ernst Hellmann vom Waldbauverein und Elke Sprau für ihre verschiedenen Ehrenämter. Ebenfalls Ehrungen gab es für die Musiker der Blaskapelle Dudenhofen und für die Handball-Herren I der HSG Dudenhofen/Schifferstadt, die den Aufstieg in die Regionalliga geschafft haben. Beigeordneter Burck holte außerdem das Team der Bürgerbus-Fahrer auf die Bühne und bedankte sich bei diesen. Jeweils 1000 Euro als Spende der Sparkasse gingen dieses Jahr an den Tennisverein und die Glückswerkstatt.
Für den musikalischen Rahmen sorgten Sängerin Natalie Balint und Pianist Evgeny Alexeev vom Traumzeit Varieté. Aus dessen Team stammen auch das Duo Karma und Herr Konrad, die den Abend mit beeindruckenden artistischen Einlagen, Comedy und Jonglage bereicherten. Ebenfalls mit dabei war Faschingsprinzessin Lara II. vom Karnevalsverein Dudenhofen. Die Sternsinger sammelten Spenden in Höhe von fast 800 Euro für notleidende Kinder im Gaza-Streifen.