Speyer
Basketball: Mit neuem Nachwuchsteam zum WNBL-Klassenverbleib
Am kommenden Sonntag um 12.30 Uhr starten die Mädchen U18 der Pfalz Towers bei BSG Basket Ludwigsburg in eine neue Spielzeit in der höchsten deutschen Liga, der weiblichen Nachwuchs Bundesliga WNBL.
Die Konzeption der Speyerer Talentschmiede ist einen komplett andere als in den Jahren zuvor. Geblieben ist Trainer Julian Krieger, dem mit Fabian Schröder, der vom SC Lerchenberg kommt, eine neuer Co-Trainer zur Seite steht. Altersbedingt und aufgrund einiger weiterer Abgänge stand vor der Runde für die Mannschaft ein personell starker Umbruch an. Mit hohen Zielen in der vergangenen Saison gestartet, mussten die von viel Verletzungspech gebeutelten Towers am Ende zufrieden sein, den Klassenverbleib erreicht zu haben.
„Wir haben in der Sommerpause und bis jetzt viel Zeit in Gespräche mit Spielerinnen, mit deren Eltern und auch in mögliche Kooperationen mit anderen Vereinen gesteckt. Herausgekommen ist eine Mannschaft, die jetzt eine stimmige Einheit bildet. Das ist etwas, das uns im vergangenen Jahr gefehlt hat“, sieht Krieger viel Potenzial in der sehr jungen Mannschaft, die aber auf längere Sicht gute Perspektiven hat. „Wir haben drei bis fünf Spielerinnen auf absolutem Topniveau und damit eine klare Hierarchie und Struktur in der Mannschaft. Keine der Spielerinnen ist sich zu schade, sich unterzuordnen. Charakterlich ist das Team sehr gut“, schwärmt der Coach.
Einige Talente
Mit Bianca Helmig und Annika Holzschuh, die beide auch ersten Mannschaft in der Zweiten Bundesliga der Aktiven spielen, verfügen die Towers über eines der besten Duos im Spielaufbau in Deutschland. Auch Malin Beuck und Maria Vidovic sind überdurchschnittlich gute WNBL-Spielerinnen. Da die jungen Talente aus unterschiedlichen Stammvereinen kommen und weite Fahrzeiten zum Training nach Speyer absolvieren müssten, trainiert das Team nur an einigen Wochenenden gemeinsam.
Die Speyerer WNBL-Mädchen erhalten ein gesondertes Fördertraining, alle sind in ihren Heimvereinen mehrmals in der Woche aktiv. „Das hat natürlich Vor- und Nachteile, aber es funktioniert ganz gut“, berichtet Krieger. In der Breite sind die Pfälzerinnen aufgrund des jungen Alters und der noch fehlenden WNBL-Erfahrung nicht so stark aufgestellt wie einige Konkurrenten, aber die jungen Damen haben bereits ihren Einsatzwillen unter Beweis gestellt. So haben die Pfalz Towers ein Turnier in Köln mit zwei Siegen gegen WNBL-Teams aus Köln und Würzburg gewinnen können.
Harte Ligakonkurrenz
„Ich kannte da ja auch noch nicht alle unserer Spielerinnen so gut, aber wir haben gesehen, dass wir in der Liga durchaus mithalten können. Ich sehe uns in unserer starken Süd-Gruppe als Außenseiter, aber ich glaube an das Potenzial in der Mannschaft. Es wird immer sehr schwer werden, aber wir werden auch Siege einfahren können“, erklärt der Trainer, der das Erreichen des vierten Platzes in der aus sechs Mannschaften bestehenden Vorrundengruppe für möglich hält. Insgesamt vier Sechsergruppen gibt es bundesweit. Und das Saisonziel der Towers ist es, auch in der nächsten Spielzeit wieder in der höchsten Liga dabei zu sein. „Wir haben fünf starke Gegner mit gutem WNBL-Niveau in der Gruppe. In Ludwigsburg wird es gleich zum Auftakt sehr schwer, aber wir fahren da unbeschwert und ohne Druck hin“, sieht Krieger den kommenden Aufgaben zuversichtlich entgegen.
So spielen sie
Pfalz Towers: Bianca Helmig, Annika Holzschuh, Nathalie Helmig, Emma Leibel (alle TSV Towers Speyer-Schifferstadt), Emma Bauer, Meike Bauer, Sonja Heinemeyer (alle TV Kirchheimbolanden), Lilly Holtrop, Cosima Ermert, Dana Jabaly (alle SC Lerchenberg), Malin Beuck (SG Weiterstadt), Marian Vidovic (TV Konstanz), Annika Heck (TSG Schwäbisch Hall).