Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel B39-Bauarbeiten: Wenige Staus, aber kritische Stellen

Durch die Umleitung sind nun in Dudenhofen insbesondere morgens deutlich mehr Autos unterwegs.
Durch die Umleitung sind nun in Dudenhofen insbesondere morgens deutlich mehr Autos unterwegs.

Die Umleitung des Verkehrs von der B39 durch Dudenhofen bereitet laut den Verantwortlichen bislang keine Probleme. Im Berufsverkehr bietet sich teilweise ein anderes Bild.

„Der Verkehr läuft bislang reibungslos. Staus oder andere Probleme sind nicht aufgetreten“, teilt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) am Dienstagmittag auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. Sowohl am Morgen als auch am späteren Vormittag seien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LBM vor Ort gewesen. Auch der Erste Ortsbeigeordnete Reinhard Burck (Grüne), der in den vergangenen Monaten den erkrankten Bürgermeister Jürgen Hook (SPD) vertreten hat, berichtet von relativ entspannten Verhältnissen – selbst während der zeitweisen Vollsperrung am Montag. „Es ist relativ ruhig“, sagt Burck. Im Berufsverkehr sei das Verkehrsaufkommen natürlich etwas höher. „Aber wenn die Rush-Hour vorbei ist und die Kinder in der Schule sind, war es nach meiner Beobachtung völlig unproblematisch“, sagt Burck. Vielleicht habe am Montag auch die Wetterlage mit drohendem Glatteis dazu beigetragen, dass ohnehin weniger Autos auf den Straßen gewesen seien. Und auch Wehrleiter Stefan Zöller, der sich um im Stau steckende Feuerwehrleute sorgte, bezeichnet die Situation nach einem Ortstermin am Montag als „sehr erfreulich“.

Allerdings: Als die RHEINPFALZ am Dienstagmorgen und am Nachmittag vor Ort war, hat sich der zusätzliche Verkehr in der Neustadter und Speyerer Straße durchaus bemerkbar gemacht. Eine kritische Stelle ist die ohnehin schon unübersichtliche Kreuzung der Umleitungsstraße mit der Landauer Straße und dem Konrad-Adenauer-Platz in der Ortsmitte. Dort ist auch eine der beiden Fußgängerampeln aufgebaut, die den Bürgern helfen sollen, die Dudenhofener Hauptverkehrsader zu überqueren, solange die Umleitung gilt. Fotograf Klaus Landry berichtet, dass im Berufsverkehr an der Kreuzung immer wieder gehupt wurde, wenn Fahrzeuge dort einfahren wollten – selbst wenn die Fußgängerampel Rot zeigte und der Verkehr aus der Landauer Straße nicht vorankam. Als gefährliche Stelle hat er zudem die Abfahrt der B39 auf die Neustadter Straße empfunden, da diese vom Radweg, der auch von Schulkindern genutzt wird, gekreuzt werde. Radfahrer könnten hier leicht übersehen werden. Die zahlreichen provisorischen Schilder und Straßenmarkierungen können auf Verkehrsteilnehmer verwirrend wirken. In der Neustadter Straße standen am Dienstag provisorische Tempo-30-Schilder in unmittelbarer Nähe der alten Beschilderung, die Tempo 30 nur für die Nacht ausweist.

Mit der Umleitung müssen sich Verkehrsteilnehmer und Anwohner voraussichtlich noch zirka vier Monate arrangieren. Die 1982 erbauten Lärmschutzwände erhalten neue schallabsorbierende Elemente aus Aluminium und die Stahlträger eine neue schützende Deckbeschichtung. Aufgrund erhöhter Ansprüche an die Sicherheit werden außerdem die Schutzplanken erneuert und die Kappen auf den beiden Brückenbauwerken mit zusätzlichen Ankern ertüchtigt. Die Kosten liegen bei rund 2,4 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

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