Speyer Bürgertelefon: Impfen und Lockdown lassen Leitungen glühen

Bürgertelefon: Die Stadt versucht zu helfen.
Bürgertelefon: Die Stadt versucht zu helfen.

Am Corona-Bürgertelefon der Stadt Speyer sind seit den Lockdown-Beschlüssen von Mittwoch „die Drähte heißgeglüht“. Laut Stadt haben dazu aber Probleme von Bürgern bei der Vergabe von Impfterminen beigetragen.

„Ich habe es mehr als 100 Mal versucht, bin an der Hotline des Landes nicht durchgekommen.“ „Ich habe keine Chance, einen Impftermin zu bekommen.“ „Wer kann mir sagen, wann ich drankomme?“ Diese Fragen von älteren Speyerern, die auf völlige Überlastung der Landeshotline 0800 5758100 verwiesen, sind diese Woche bei der RHEINPFALZ gelandet. Zum Großteil werden solche Fragen auch am Bürgertelefon der Stadt gestellt, die aber dabei nur an das Land verweisen kann.

„Die Bürger sind sehr verständnisvoll, wenn man ihnen das erklärt“, bilanziert Stadt-Pressesprecherin Annika Siebert auf Anfrage. Es habe zuletzt kaum „glühende Beschwerden“ gegeben. Beim Thema Impfen sei derzeit Geduld gefragt.

15-Kilometer-Radius beschäftigt

Das andere dominierende Thema am Bürgertelefon seien die Corona-Auflagen. Zuletzt sei nach den Bundesbeschlüssen häufig nachgefragt worden, ob Speyerer den 15-Kilometer-Radius für Auswärtsfahrten beachten müssten (Antwort: nein), so Siebert. Auch zur Frage, wie die Kontaktbeschränkungen mit Kooperationen von Familien in der Kinderbetreuung vereinbar sind, herrschten Unklarheiten. Dazu kämen Fragen zu den Quarantäneregeln bei der Einreise aus Risikogebieten. Andere Aspekte am Telefon seien etwa die Regeln für Fahrschulen und private Umzüge.

Das Bürgertelefon der Stadt ist von Montag bis Freitag, 10 bis 12.30 Uhr, an den ersten vier Tagen zudem von 13.30 bis 16 Uhr unter 06232 141312 geschaltet. Es ist für nicht-medizinische Fragen gedacht. Im Mittel rufen laut Siebert 30 Leute am Tag an, vorige Woche seien es 20 bis 30 pro Stunde gewesen.