Speyer Autoteilen: Weitere Station in Speyer geplant

Placeholder-Image

Carsharing, deutsch etwa: „Autoteilen“ oder „Gemeinschaftsauto“, also die organisierte gemeinschaftliche Nutzung eines Autos, findet auch in Speyer immer mehr Anhänger. Im März oder April dieses Jahres soll in der Stadt eine neue Station mit mindestens einem Auto eingerichtet werden. Das hat Miriam Caroli vom Mannheimer Verleihunternehmen Stadtmobil Rhein-Neckar auf Anfrage der RHEINPFALZ mitgeteilt.

Abhängig sei die Einrichtung der neuen Station letztlich von der Nachfrage. Gesicherte Angaben über Standort und Anzahl der Autos für die Station gebe es noch nicht. Bisher gibt es in Speyer sieben Autos an fünf Stationen: am Berliner Platz, Im Erlich 51, am Hauptbahnhof in der Bahnhofstraße, sowie an der Straße Zum Riegel 4 -10 und in der Neufferstraße an der Ecke zur Hilgardstraße. „Die Saison für Carsharing startet im Frühjahr, wenn die Leute wieder mehr das Auto benutzen“, sagt Caroli. Auf seiner Internetseite wirbt das Unternehmen Stadtmobil Rhein-Neckar damit, dass es zirka 6000 Kunden aus 20 Kommunen hat. Das Angebot können nur Mitglieder nutzen, die sich auf der Internetseite von Stadtmobil angemeldet haben. Die Autoauswahl besteht aus Mini, Kleinwagen, Kombi oder Transporter. Ein Mini im Classic-Tarif kostet dort 50 Cent pro Stunde plus 20 Cent pro Kilometer. Die Mitgliedschaft kostet 60 Euro im Jahr und es muss eine Kaution von 400 Euro hinterlegt werden. Laut Stadtmobil eigne sich Carsharing für alle, die weniger als 10 000 Kilometer im Jahr fahren. Vorstand Claudia Braun von der Stadtmobil Rhein-Neckar-AG berichtet, dass statistisch zwei Drittel der Neukunden, die ein Auto besäßen, sieben Monate nach Beginn ihrer Mitgliedschaft das eigene Gefährt abgeschafft hätten. Die Gemeinden wären dadurch entlastet worden, weil für rund 3200 parkende Autos in 20 Kommunen in der Rhein-Neckar-Region kein Stellplatz mehr benötigt würde, betonte Braun. Kritiker des Carsharing-Konzepts sagen, dass es lediglich für Radfahrer und Fußgänger attraktiv wäre. Es würden letztlich eher die Autofahrer als Radler und Fußgänger von der Straße geholt. (ica)

x