Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Aus von Mann + Hummel: Ganz schlechter Stil

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Ein Unternehmen muss auch unliebsame Entscheidungen fällen dürfen. Aber es sollte dabei mit Anstand vorgehen.

Die Ankündigung, dass der Filterhersteller Mann + Hummel bis Ende 2028 seine Speyerer Niederlassung mit 600 Arbeitsplätzen schließen will, ist ein schwerer Schlag. Ein traditionsreicher Standort wird abgewickelt. Verständlich, dass der Geschäftsführung viel Unmut entgegenschlägt. Und doch muss es einem Unternehmen möglich sein, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen, um auf geänderte Anforderungen des Marktes – oder vorhergehende eigene Versäumnisse – zu reagieren. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hierzulande sind leider angesichts hoher Energie- und Arbeitskosten in vielen Bereichen nicht mehr wettbewerbsfähig.

Aber der Ton macht die Musik. Erst die Belegschaft für ihre Leistung zu loben und dann sozusagen aus heiterem Himmel das endgültige Aus für viele Beschäftigte zu verkünden, wirkt nicht nur willkürlich und profitgeil. Es ist unterste Schublade. So zerstört man nachhaltig das Vertrauen und Ansehen, auf das jedes Unternehmen für seine Geschäftstätigkeit angewiesen ist. Die rüde Art und Weise, wie das Management hier agiert hat, wird in unguter Erinnerung bleiben.

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