Speyer Aus den Schulen ins wirkliche Leben

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Heute findet ab 19 Uhr die Berufsinformationsmesse der Integrierten Gesamtschule (IGS) in der Speyerer Stadthalle statt. Über 50 Aussteller geben Schülern und Eltern die Möglichkeit, Details über Ausbildungen zu erfahren. Es ist nicht die einzige weiterführende Schule in Speyer, die besonderen Einsatz in der Berufsorientierung zeigt.

Der Fachkräftemangel und ein steigendes Angebot an Ausbildungsberufen sowie Studiengängen bereitet älteren Schülern eine riesige Wahl, die oft eine Qual bedeutet. Daher haben alle Schulen in Speyer Schritte zur Berufsorientierung in den jährlichen Stundenplan integriert. Die IGS organisiert zusammen mit dem Verein Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) seit Jahren die Berufsinformationsmesse in der Stadthalle. Die eigenen Schüler können ab 17.30 Uhr mit den 52 Unternehmen und Fachschulen ins Gespräch kommen. Von 19 bis 20.30 Uhr sind die Stände für alle offen. Angemeldet haben sich unter anderem Klassen der Nikolaus-von-Weis-Realschule plus sowie der Realschule plus Burgfeldschule. Neben langjährigen Ausstellern wie Thor, TE Connectivity und BASF sind neue Wirtschaftsvertreter hinzugekommen, etwa ein Senioren-Zentrum und die Schreinerinnung. „Pflege und Handwerk brauchen dringend Nachwuchs. Die Messe ist die beste Kontaktmöglichkeit für Ausbilder mit möglichen Auszubildenden“, sagt Hannah Elvers von Organisator CJD. Die zwölften Klassen des Edith-Stein-Gymnasiums sowie die achten und neunten Klassen der Burgfeldschule besuchen außerdem die regionale Fachmesse Vocatium, die am 21. und 22. Mai in der SAP-Arena Mannheim läuft. Andere Schulen setzen dagegen auf interne Berufsorientierung, zum Beispiel beim morgigen Informationstag für Oberstufen-Schüler am Nikolaus-von-Weis-Gymnasium. „Seit 2001 holen wir Referenten aus Hochschulen und Ausbilder zu uns“, erklärt Berufskoordinatorin Ursula Metternich-Haun. Am Freitag stellen sich DHBW Mannheim, Hochschule Mannheim, Uni Heidelberg, Marienkrankenhaus Ludwigshafen, Bundespolizei und Polizei vor. Auch das Edith-Stein-Gymnasium pflegt den Kontakt zu Hochschulen. Koordinatorin Traudl Best-Sattel: „Unsere Schülerinnen der Oberstufe besuchen die Unis in Mainz und Kaiserslautern an den Tagen der offenen Tür. Wir arbeiten zudem mit zwei Unis an Naturwissenschaft- und Technik-Projekten zusammen, um die MINT-Fächer attraktiver zu machen.“ Die Kompetenzen der Schülerinnen würden jährlich in einem Berufsorientierungs-Portfolio aufgezeichnet. Beliebt an vielen Schulen sind außerdem Veranstaltungen, an denen Ex-Schüler und Eltern als Exempel für Berufswege wirken. Das nutzt auch das Hans-Purrmann-Gymnasium und lädt Ehemalige einmal im Jahr ein, um mit aktuellen Schülern Erfahrungen zu teilen. Auch beim Thema Praktikum nutzt die Schule den Fakt, dass aus Schülern Experten werden: Bei einer internen Messe geben Zehntklässler den neunten Klassen die Erfahrungen in zurückliegenden Betriebspraktika weiter. Am besten vorstellbar sind berufliche Tätigkeiten in der Praxis. Die Nikolaus-von-Weis-Realschule plus startet ab Klasse 7 mit einem jährlichen Orientierungstag. „Schüler wählen aus zehn bis zwölf Betrieben einen aus und erkunden ihn. Zudem gehen die Acht- und Neuntklässler ins Praktikum“, sagt Rektorin Gabriele Doerr-Creek. Wie sie ankommen, trainieren die Schüler in Klasse 9 und 10: Die Schule holt Personalleiter in die Schule, die ein Bewerbungstraining durchführen. „In der Neunten probieren die Schüler den Eignungstest bei BASF aus.“

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