Speyer Aufgeschreckte Tiere könnten Zaun selbst durchbrochen haben

Ausgebüxt: Rinder neben der B 9 am Wochenende.
Ausgebüxt: Rinder neben der B 9 am Wochenende.

Eine entlaufene Rinderherde hat am Wochenende für ein Verkehrschaos zwischen Speyer und Lingenfeld gesorgt, weil die B 9 gesperrt werden musste. Die RHEINPFALZ hat nachgefragt, was es Neues zu dem Thema gibt, das auch überregional in vielen Medien aufgegriffen wurde.

Insgesamt zwölf Rinder seien ausgebüxt gewesen, berichtet Florian Herder, Dienstgruppenleiter bei der Polizeiinspektion Germersheim. „Wir haben alle eingefangen“, sagt er. Weitere Tiere seien definitiv nicht mehr unterwegs. Wie gestern Abend noch bei der Polizei in Erfahrung zu bringen war, sollen die Tiere aufgeschreckt worden sein und einen Zaun durchbrochen haben. Wer der Halter der Tiere ist, wollte die Polizei aus Datenschutzgründen nicht beantworten. Auch zur Frage, ob die ganze Aktion für den Halter ein Nachspiel haben wird, äußerte sie sich nicht. Nach Informationen des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen Manfred Scharfenberger (CDU) soll die Koppel nicht, wie gestern berichtet, auf Heiligensteiner, sondern auf Schwegenheimer Gemarkung sein. Die ersten Anrufe wegen der entlaufenen Tiere hatte es am Samstagabend gegen 18.40 Uhr gegeben, um 20.15 Uhr wurden die ersten Rinder auf der B 9 gesichtet. Die Bundesstraße wurde daraufhin sofort gesperrt. Entwarnung gab es erst am Sonntag gegen 14 Uhr. Bis zu 15 Polizisten seien in der Zwischenzeit zeitgleich im Einsatz gewesen, berichtet Florian Herder. Von den Feuerwehren aus Römerberg, Dudenhofen und Harthausen hätten 40 Leute mitgewirkt, informiert der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen Stefan Zöller. Ein Hubschrauber suchte die Umgebung ab. Hinzu kamen freiwillige Helfer sowie ein dazugerufener Veterinär. Keine neuen Erkenntnisse hat die Polizei über den Zustand der beiden Personen, die schwer verletzt wurden, als es am Stauende bei Lingenfeld in Fahrtrichtung Speyer zu einem Auffahrunfall kam. Die Polizei meldet außerdem, dass am Samstag gegen 22.40 Uhr ein Auto über Absperrungen fuhr und diese beschädigte. Der 54-jährige Fahrer hatte 0,89 Promille. „Es war auf jeden Fall kein alltäglicher Einsatz“, sagt Polizei-Dienstgruppenleiter Herder. „Wir sind froh, dass im Zusammenspiel der Helfer alles so gut geklappt hat.“ Die Rubrik Unter dem Titel „Dienstagsfrage“ beantworten wir einmal die Woche Fragen, die im Alltag im Speyerer Umland auftauchen.

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