Speyer Auf den richtigen Dreh gekommen

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Lingenfeld. Auch dank Nadine Catalano hat Lingenfeld Streetdancer. Und die ist sogar schon richtig erfolgreich. Von ihren ersten größeren Meisterschaften kehrten die Jungs und Mädels vor Kurzem mit 13 Pokalen zurück.

„Lucky Luke“ hat einen Traum: „Ich will so gut werden wie meine Trainerin.“ Dafür tut der Zwölfjährige, der eigentlich Lukas Stein heißt, alles. Er steckt an sieben Tagen in der Woche seine Energie in Streetdance. In sein Hobby, in seinen Sport. Unter anderem tut er dies im Dancestudio Dine, das von Nadine Catalano, besagter Trainerin, geleitet wird. Catalano, deren Künstlername „Dine“ dem Studio seinen Namen gegeben hat, ist eine Frau vom Fach. Nach ihrer kindertanzpädagogischen Ausbildung hatte sie sich die Selbstständigkeit zum Ziel gesetzt. Mit dem Spezialgebiet Streetdance. „Das ist genau mein Ding“, erzählt sie. Als kleines Mädchen lernte sie schon Breakdance, mit Jungs gemeinsam auf dem Pausenhof. Nach ihrer Ausbildung trainierte sie Hip-Hop in einer Tanzschule. Catalano, heute 30 Jahre alt, hat sich einen reichen Erfahrungsschatz angeeignet, ließ sich in Los Angeles, New York und – „für einen bestimmten Style“ – sogar in Taiwan weiterbilden. In Zusammenarbeit mit der Jugendpflege in Lingenfeld ist ihr Studio gewachsen. Zunächst hatte sie einen Raum im Gebäude des Sportvereins. „Ich wollte aber mehr als nur einen Kurs anbieten“, erzählt sie. Dauerhaft ist Catalano jetzt im Keller des Sängerheims im Wörthweg untergebracht. In der ehemaligen Bar wird jetzt vor allem Urban Dance in mehreren Kursen an fünf Tagen in der Woche betrieben. Das läuft nicht nur professionell, sondern mittlerweile auch äußerst erfolgreich. Mit 13 Pokalen kehrten Catalano und ihre jungen Streetdancer vor Kurzem vom UDO-Championship in Mannheim zurück – die ersten großen Meisterschaften, an der die sechs- bis zwölfjährigen Tänzer teilnahmen. Die sechs Älteren der Gruppe „Groove Ya“, die es seit anderthalb Jahren gibt, wurden sogar Süddeutscher Meister. „Lucky Luke“ hat dazu noch viermal im Einzel abgeräumt. „Das war schon cool“, kommentiert er den Erfolg. Auch cool: Die Erfahrung, die er bei der Pro Sieben-Show „Got to Dance“ gemacht hat. Die Faszination des Streetdance beschreibt der Gymnasiast so: „Ich kann einfach alle Gefühle raus lassen.“ Auch Adrian Adolf (6) ist ein anderer Mensch, wenn er tanzt. Das Reden überlässt er lieber den anderen der Gruppe „Little Dogs“. Kimberly Liebel (6) ist begeistert von den vielen Schritten, die sie von Catalano lernt, Maurice Berger (7) findet seine Trainerin „richtig gut“. Für Juliana Catalano – „Dines“ Nichte – ist sie sogar das größte Vorbild. Die Elfjährige hat bei den Meisterschaften zwei Pokale im Einzel geholt. Ihr Kommentar ist identisch mit dem von Lukas: „Das war cool.“ Catalano selbst wurde Erste im „Locking“ für Erwachsene, einem Funkstyle, der als „Battle“ – also Eins gegen Eins – ausgetragen wird. Mit viel Glück fliegt sie im Spätjahr mit „Groove Ya“ zu den Europameisterschaften ins schottische Glasgow. Davor stehen aber die deutschen Meisterschaften im Juni in Essen an. Bis dahin wird weiter hart trainiert. Catalano weiß: „Es kann einige Jahre dauern, bis man richtig erfolgreich ist.“ Für die jungen Lingenfelder hat die Streetdance-Karriere längst begonnen.

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