Speyer Auf dem Zahnfleisch geht’s um alles oder nichts

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RÖMERBERG. Die Entscheidung, ob der TuS Mechtersheim in der Oberliga bleibt, ist nach der 1:2 (1:0)-Niederlage gegen den FK Pirmasens auf die abschließende Partie in Gonsenheim vertagt. Es zeigte sich: Die Elf geht auf dem Zahnfleisch.

Während Pirmasens ausgelassen den Titel feierte, verordnete sich Mechtersheims Recke Eduard Fahrad ein „einwöchiges Eisbad“ gegen die vielen Zipperlein, die den 30-Jährigen nach 90 Minuten plagten. Immerhin behält der Defensivspieler seinen Humor. Auch deshalb fehlt er kommende Runde. Der TuS verabschiedete Fahrad vor dem Anpfiff. Seine elfte Saison für den TuS ist seine letzte. Das Letzte aus sich heraus holt zum Beispiel auch Rami Zein. Der defensive Mittelfeldmann hielt bis zur 86. Minute die Knochen hin – trotz Innenbandzerrung im Knie. Oder Christopher Hock: Das Knie schmerzt. Hinzu kam am Samstag eine Zerrung, weshalb der 29-Jährige erst gar nicht versuchte, den wieselflinken Patrick Freyer vor dem 1:2 (70.) zu verfolgen. Andreas Brill stoppte den Pirmasenser. Doch der FKP hat noch den ehemaligen Spieler des 1. FC Kaiserslautern, Sebastian Reinert. Der FKP-Kapitän gab die Kugel nach innen, wo Andreas Haas sehenswert sein 19. Saisontor markierte. „Ich hatte das Gefühl, der TuS ist platt“, sagte Patrick Hildebrandt über die restliche Spielzeit nach dem 1:2. Der FKP-Innenverteidiger besorgte den 1:1-Ausgleich (55.). Der künftige B-Juniorentrainer des FKP verwandelte einen Foulelfmeter. Zweitliga-Schiedsrichter Tobias Christ (Münchweiler) zog sich mit der Entscheidung den Unmut der Mechtersheimer zu. Die Situation der Marke „Kann man, muss man aber nicht pfeifen“ kommentierte Fahrad so: „Das hat der Spieler clever gemacht.“ Vor dem Hintergrund, dass sich auch noch Marvin Sprengling verletzte und nach 16 Minuten mit lädiertem Schlüsselbein vom Rasen ging, ist die Entscheidung Julian Scharfenbergers zu beurteilen: Die Offensivkraft zog es vor, zum DFB-Pokalfinale nach Berlin zu reisen. Bei jedem Unternehmen hätte der 22-Jährige nun die längste Zeit ein Arbeitspapier besessen, einen guten Arbeitsnachweis bei zwölf Saisontoren hin oder her. Trainer Manfred Schmitt wollte den Fall nicht öffentlich kommentieren. Für Sprengling kam Eric Biedenbach, der nach Zuspiel des sehr guten Lukas Olbrich beim Heber zum 1:0 (23.) kurz aufblitzen ließ, dass er prinzipiell ein guter Fußballer ist. Der TuS muss nun am Wochenende beim SV Gonsenheim gewinnen, um ganz sicher in der Liga zu bleiben. Für die Tatsache, dass er in der Halbzeit gerettet war, kann sich Mechtersheim nichts kaufen. (mbx)

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