Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Arminia muss hoffen

Kollegen in Polizeinationalmannschaft: Nico Pantano (links, Armina) und Daniel Bohl.
Kollegen in Polizeinationalmannschaft: Nico Pantano (links, Armina) und Daniel Bohl.

Es braucht keinen Rechenschieber mehr. Siegen und hoffen – das sind die Strohhalme, an denen sich die Arminia aus Ludwigshafen festklammern kann, um vielleicht doch noch in die Aufstiegsrunde der Oberliga hinüberzuschwappen. Mit der spät besiegelten 1:2 (0:0)-Niederlage beim FK Pirmasens haben sich die Rheingönheimer eine bessere Ausgangsposition wieder selber verhunzt.

„Wir haben uns danach aber nicht in der Kabine zerfleischt. Sondern gesagt: Sch ... drauf, weiter geht’s“: Nico Pantano war tags nach der Partie wieder guter Dinge. Noch sei ja nicht alles verloren, übt sich der Arminen-Kapitän in Optimismus. Klar: Noch ist ja der letzte Hoffnungsfunke nicht zerstoben. Ärgerlich aber ist das schon: Zum zweiten Mal in Folge haben sich die Arminen auf den letzten Drücker foppen lassen.

Beim Jahresauftakt gegen Auersmacher hielt das 1:0 bis zur Minute 87: Der Aufsteiger glich noch aus – und hat nun nach Punkten gleichgezogen, weil sich die Saarländer ihrerseits am Samstag zum 1:0-Erfolg über Schlusslicht SV Elversberg II gezittert haben. Noch dazu ruht der SVA auf einem weit dickeren Torepolster.

Kapitän übt Selbstkritik

Heißt: Arminia muss zu Ultimo der Gruppenphase in der Oberliga-Südstaffel den FCK II besiegen und hoffen, dass Auersmacher bei Hertha Wiesbach nicht gewinnt. Gut: Ein Punkt gegen die Lauterer würde genügen, sollte der Aufsteiger leer ausgehen.

Darauf will auch Pantano nicht bauen. „Klar, das wird schwer“, bekennt der Kapitän, der sich nach der Pirmasens-Partie auch in Selbstkritik übte: „Blöd, dass ich mit dem schwächeren Fuß diesen Diagonalball spiele“, sagte der 30-Jährige mit Blick auf einen nicht angekommenen Pass, der dem Gegenangriff des FKP Bahn bereitete. Butterweich flanken durfte Maurice Schnell – einer, mit dem Pantano im November noch in einem Team gespielt hat. Schnell und der Pirmasenser Routinier Daniel Bohl hatten mit dem Ludwigshafener zusammen in Athen das Ticket zur Polizei-Europameisterschaft gelöst. Im englischen Newcastle dürfte das Trio dabei sein.

Wenig Glück und Geschick bei Schluss-Turbulenzen

Pantano hat schon Titel mit der Polizei-Nationalelf gewonnen. Im achten Jahr im Trikot der Rheingönheimer, blieb ihm ein Triumph mit seiner Mannschaft verwehrt. Schnell und Bohl wollten hingegen mit dem FK Pirmasens als Meister in die Regionalliga zurück. Mit Ach und Krach aber hat der FKP am vorletzten Spieltag das Aufstiegsrunden-Ticket gelöst.

Dies aber nur, weil die Elf von Trainer Andreas Brill reichlich Pech hatte. In einer turbulenten Schlussphase nagelte Matteo Monetta den Ball beim Elfer an die Latte, scheiterte Aleksander Biedermann zweifach an FKP-Keeper Benjamin Reitz – und in der 90. traf Dennis Krob. „Unglücklich gelaufen“, resümierte Pantano. „Wir haben, glaube ich, fußballerisch mehr gezeigt als Pirmasens.“ Stimmt.

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