Speyer Arbeitslosen-Quote in Speyer und Umland geht zurück
Die Arbeitsagentur hatte keine wirklichen Alarmzeichen gesehen, als sich in den vergangenen Monaten die Arbeitslosenquote in ihrem Speyerer Geschäftsstellenbezirk leicht erhöht hatte. Der Verlauf des Februar gebe ihr Recht, betont sie.
Für die gesamte Vorderpfalz gab es laut Agentur für Arbeit Ludwigshafen „eine erste leichte Arbeitsmarktbelebung“, so die Behörde bei der Veröffentlichung der neuesten Statistik. Im Speyerer Teilbereich habe sie zu einem Rückgang der Quote an Jobsuchenden von 5,1 auf 4,9 Prozent gesorgt. Alleine für die Stadt Speyer liege sie bei 6,1 Prozent, im teilweise ebenfalls zum Bezirk zählenden Rhein-Pfalz-Kreis bei 4,3 Prozent. In den Bezirken Ludwigshafen (8,0 Prozent) und Frankenthal (6,3 Prozent) sind die Werte höher.
„Die Einstellungsbereitschaft der Arbeitgeber hat trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten wieder Fahrt aufgenommen, was die Zunahme der neu gemeldeten offenen Stellen verdeutlicht“, ordnet Agentur-Sprecherin Sandrina Lederer die Speyerer Zahlen ein. 2833 Arbeitslose seien 82 weniger als im Vormonat, aber 161 mehr als vor einem Jahr. Im Bestand seien derzeit 843 offene Stellen, von denen 142 im Februar gemeldet worden seien. 615 dieser Arbeitsplätze seien im Stadtgebiet angesiedelt.
Die Agentur nutzt die Vorstellung der Februar-Zahlen, um junge Leute zur Ausbildung zu ermutigen. Von den im Gesamtbezirk aktuell 16.219 offiziell gemeldeten Jobsuchenden hätten 9716 keinen Beruf gelernt. Agentur-Chef Daniel Lips: „Sie gelten als Helfer und haben nicht nur geringere Gehälter zu erwarten, sondern sind bei betrieblichen Umstrukturierungen auch meist diejenigen, die mit einer Kündigung rechnen müssen.“