Speyer
An mehr Tagen Bereitschaftsärzte in Speyer
In den Jahren 2015 und 2016 hatte es für Aufsehen gesorgt, dass Patienten mit akuten gesundheitlichen Problemen in Speyer nicht mehr in jeder Nacht einen Ansprechpartner der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) vorfinden sollten. Stattdessen war der Bereitschaftsstandort an der Asklepios-Klinik in Germersheim gestärkt worden. In Speyer sind seither nur noch mittwochs von 14 bis 24 Uhr, freitags von 16 bis 24 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen jeweils von 8 bis 24 Uhr Mediziner in der Bereitschaftspraxis.
Die KV hat vorige Woche ein neues System vorgestellt, nach dem die Patienten im gesamten Bundesland außerhalb der Öffnungszeiten der normalen Arztpraxen nicht mehr einfach einen bestimmten Bereitschaftsdienststandort besuchen sollen. Stattdessen müsse immer zunächst der Patientenservice 116117 angerufen werden, der an die richtige Stelle verweise. Nach 23 Uhr sind dies zum Beispiel nur noch wenige zentrale Bereitschaftspraxen – in der Vorderpfalz weder in Speyer, noch in Germersheim, sondern in Ludwigshafen, Neustadt und Landau.
Nicht auf gut Glück losfahren
Die KV betont, dass Patienten immer anrufen und nicht auf gut Glück zu den Standorten fahren sollten. Daher mache sie die einzelnen Öffnungszeiten eigentlich nicht öffentlich. Sprecher Rainer Saurwein teilt auf Anfrage jedoch mit, dass die Reform für die im Speyerer Krankenhaus eingemietete Praxis sogar zusätzliche Öffnungstage bringe. Diese sei künftig auch montags, dienstags und donnerstags von 19 bis 23 Uhr besetzt. An allen anderen Tagen blieben die Zeiten unverändert – bis auf die von 24 Uhr auf 23 Uhr vorgezogene nächtliche Schließung.