Speyer
Am „Seppelskasten“ rücken die Bagger an
Unter Federführung der kirchlichen Baugesellschaft GSW entsteht am Priesterseminar St. German seit Jahren ein neues Viertel. Eigentumswohnungen sind schon übergeben, weitere Einheiten an die Baugenossenschaft GBS verkauft und bezogen. Jetzt werden drei Gebäude an der Ecke Remlingstraße/Petronia-Steiner-Straße fertig, in denen 59 Wohnungen für den GSW-Eigenbestand entstanden sind. „Ein Großteil konnte zum 1. Juli an die zukünftigen Mieter vergeben werden, der Rest folgt zum 1. August“, sagt Geschäftsführer Christian Rohatyn.
Nebenan steht der Baustart für das letzte Gebäude an, mit dem das neue Quartier abgerundet wird. „In den nächsten Wochen“ ist es laut Rohatyn soweit. Es geht um ein Haus mit sechs Einheiten und einem Veranstaltungssaal im Erdgeschoss sowie einer Senioren-WG mit zwölf Apartments, die von der Caritas betrieben werden – das „Petronia-Steiner-Projekt“ des Speyerer Sozialverbands. Im zweiten und dritten Obergeschoss kommen acht Wohnungen hinzu, die das GSW nach der Fertigstellung ab Anfang 2023 selbst vermieten will, wie Rohatyn sagt.
In den Startlöchern
Am Priesterseminar hat der Investor mit der Karlsruher Firma Weisenburger als Generalunternehmer gearbeitet. Diese kommt nun auch beim nächsten Großprojekt in Speyer zum Zug: Der Umbau des früheren Bistumshauses St. Josef an der Ecke Obere Langgasse/Bahnhofstraße steht ebenfalls in den Startlöchern. Der Bischöfliche Stuhl hat es an das GSW veräußert, nachdem die Caritas-Zentrale aus- und umgezogen war. Geplant sind 35 Wohn- sowie zwei Gewerbeeinheiten.
Ein Großteil des Gebäudes aus den 1920er-Jahren bleibt erhalten, der Trakt entlang der Oberen Langgasse wird hingegen abgerissen und in ähnlicher Optik ersetzt, weil sein Zustand zu schlecht sei. Der Abriss hätte im zweiten Quartal beginnen sollen, jetzt wird es laut Rohatyn „in den Sommerferien“. Danach gehe es direkt an den Neubau, für den eineinhalb Jahre veranschlagt sind.
Vermarktung läuft an
Ein Großteil des Abrisses könne über den Innenhof erledigt werden, so der Geschäftsführer auf Anfrage. Dass es komplett ohne Teilsperrung der Oberen Langgasse funktioniere, könne er noch nicht versprechen; das werde derzeit vom Architekten mit der Stadtverwaltung geklärt. Die Wohnungsnachfrage für die aktuellen GSW-Projekte sei gut. Offiziell angeboten würden die künftigen Einheiten im neuen „Seppelskasten“ aber noch nicht: „Aktuell wird die Vermarktungshomepage erstellt, die auch gegen Ende der Sommerferien freigeschaltet wird.“