Speyer Am Rande: Liebesgrüße aus Moskau

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Wenn der Mensch von Verbrechen erfährt, kommt er nicht selten ins Grübeln darüber, was sich wohl in den Köpfen derjenigen abgespielt haben möge, die da anderen Schaden zugefügt haben. Wenn etwa vor einer Woche von einem Bargeld-Diebstahl aus Räumen des Speyerer K.e.k.s.-Familienvereins die Rede war, so liegt die Mutmaßung nahe, dass da jemand, ob von Gier oder eigenen Nöten etwa als Drogenkonsument getrieben, sich bereichern wollte. Und dass er nicht einen Gedanken an das bitterarme afrikanische Patenkind des Vereins verschwendet haben dürfte, für den die gesammelte Summe bestimmt war. Wenn sich der Verein jetzt darüber beklagen muss, seit drei Wochen seine Internetseite nicht mehr nutzen zu können, weil sie von Computer-Verbrechern „gehackt“ wurde, fällt die Ursachensuche schon schwerer. Welchen Nutzen kann davon jemand haben, was will er damit erreichen? Im K.e.k.s.-Fall führen die Spuren nach Russland, wie Vorstandsmitglied Pamela Betz-Graevenstein auf Anfrage berichtet. Der Betreuer der Seiten unter www.keks-speyer.de habe die im weltweiten Netz gelegten Spuren verfolgt und sei mit einiger Mühe auf die Adressen zweier verdächtiger Herren in Putins Riesenreich gestoßen. Dass die Täter sich von Keks etwas Süßes erhofften, scheint ebenso unwahrscheinlich wie eine gezielte Attacke. Am Ergebnis ändert es nichts: Der Verein muss die Seiten komplett neu aufbauen, weil er auch an die gesamte Datenbasis nicht mehr herankommt. „Sie werden jetzt nach und nach neu befüllt. Das ist richtig zeitaufwändig“, so Betz-Graevenstein. Es habe sich schließlich um das zentrale Informationsportal für die vielfältigen Angebote des Vereins gehandelt. Auch Kosten kämen auf K.e.k.s. zu. Die Rechnung nach Russland weiterzuleiten wäre wenig aussichtsreich – da kann man sich wiederum sicher sein.

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