Speyer Am Rande: Bohrungen an der A61 und kein Ende

Können für Ärger sorgen: Bauarbeiten an der Autobahn.
Können für Ärger sorgen: Bauarbeiten an der Autobahn.

Die wochenlangen Staus auf der A61 an der Speyerer Rheinbrücke sorgen noch für Aufregung, obwohl die Absperrungen Ende voriger Woche abgebaut worden sind.

Tag für Tag Staus und kein Bautrupp sichtbar, der die angekündigten Bohrarbeiten zur Baugrund-Erkundung vornimmt – das war die Situation, die für massive Verärgerung gesorgt hat. Die RHEINPFALZ hat die Situation am 8. September beschrieben, und auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Steiniger hat sich der Sache angenommen.

Er habe sich über den Zeitpunkt der Arbeiten verwundert gezeigt, informiert Steiniger. Das habe er auch dem Bundesministerium für Verkehr mitgeteilt und betont, dass zumindest die Fertigstellung der Salierbrücke hätte abgewartet werden können. „Wir können nicht beschwören, dass unsere Initiative der Grund für den Abbau der Absperrungen war. Dennoch ist die zeitliche Übereinstimmung ziemlich offensichtlich“, teilt sein Büro mit.

Datum stand schon länger fest

Laut Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, die das Projekt betreut, war das indes nicht so. Eine Sprecherin beteuert auf Anfrage: Der 16. September sei ohnehin für das Ende der Sperrung festgelegt gewesen. Das habe auch damit zu tun, dass nun mit der Fahrbahnerneuerung bis Schifferstadt ja schon das nächste Projekt laufe.

Die große Frage bleibt aber auch nach der vierten Kontaktaufnahme mit der GmbH offen: Sind die Bohrungen an der Brücke, die niemand gesehen hat, inzwischen tatsächlich erfolgt? Beschwören kann es die Sprecherin nicht. Sie weiß, dass auf dem gesamten, 13 Kilometer langen Bohrungsabschnitt durchaus gearbeitet worden ist. 2022 gehe es aber noch weiter. Und: Das angekündigte vorläufige Ende im November 2021 sei trotz der freien Fahrt nicht falsch. Nun werde neben der A61 gebohrt.

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