Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel AfA: So viele Geflüchtete wie noch nie in Speyer

Seit Kurzem belegt: Thermohallen in der Speyerer AfA.
Seit Kurzem belegt: Thermohallen in der Speyerer AfA.

Die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) des Landes in Speyer-Nord ist so voll wie noch nie seit ihrer Eröffnung 2015. Die zuletzt mit 1625 Plätzen bezifferte Kapazität wird aktuell – inklusive „temporärer Unterbringungsmöglichkeiten“ – mit 1800 angegeben.

„Die AfA Speyer ist aktuell zwar vollbelegt, eine Umverteilung erfolgt aber regelmäßig“, teilt Timm Kauhausen, Sprecher der für die Landeseinrichtung zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), auf Anfrage mit. Auch die Turnhalle der früheren Kurpfalzkaserne mit 250 Plätzen und die zwei Thermohallen mit insgesamt 380 Plätzen, die zuvor monatelang leergestanden hatten, würden derzeit genutzt.

Die Arbeitsbelastung in der AfA sei „aufgrund der starken Auslastung sehr hoch“. Die Verantwortlichen vor Ort und zentrale Stellen der Landesregierung seien in engem Austausch, so Kauhausen. „Ziel ist es, die Standorte auch weiterhin stabil zu halten.“ Deshalb habe das Land angekündigt, sowohl die finanzielle als auch die personelle Ausstattung vor Ort deutlich zu erhöhen. Aktuell gebe es in der Speyerer AfA 36 Stellen im Landesdienst, von denen fünf seit Jahresbeginn hinzugekommen seien. Dazu kämen der Sozial- und Sicherheitsdienst von Fremdfirmen.

Weiteres Wachstum geplant

Das Land will nicht nur die Ausstattung, sondern auch die Kapazität seiner AfAs weiter erhöhen. Es rechne auch im Herbst mit weiter steigenden Zugangszahlen, teilt es mit. Was das für den Speyerer Standort bedeutet, ist laut ADD noch nicht absehbar: „Konkrete Aussagen zu Standorten sind im aktuellen Planungsstadium nicht möglich.“ Weitere Kapazitäten könnten innerhalb und außerhalb der AfAs erschlossen werden.

Die Speyerer Bewohner kämen derzeit vorwiegend aus den Ländern Syrien, Afghanistan, Türkei, Pakistan und Ägypten. Die Einrichtung hat als „Erstaufnahme“ einen Sonderstatus, weil sie im Land neben Trier der einzige Standort ist, an dem ankommende Geflüchtete vor einer Weiterverteilung registriert werden.

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