Speyer AfA: Neue Leitung gestern bestätigt
„Das wirtschaftlichste Angebot hat den Zuschlag erhalten.“ Damit hat die Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Eveline Dziendziol, gestern auf RHEINPFALZ-Anfrage die Entscheidung des Landes begründet, die Betreuung in der Speyerer Landes-Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) ab 1. April dem Essener Unternehmen European Homecare GmbH (EHC) zu übertragen.
Bis dahin bleiben medizinische Versorgung, Sicherheit, Verpflegung, Kleiderkammer, Sprach- und Hilfsangebote in Händen der Rot-Kreuz-Verbände Vorderpfalz und Speyer. Das DRK hat die Asylsuchenden seit September 2015 betreut. Der Zuschlag für EHC hat sich laut Dziendziol aus den vorgegebenen Wertungskriterien Leistung, Konzept und Preis ergeben. Zu Einzelheiten über Bewerber-Anzahl und Inhalte wollte sich die ADD-Pressesprecherin nicht äußern. „Die Angebote der jeweiligen Bieter sind als Betriebsgeheimnisse und somit als vertraulich eingestuft worden“, erklärte sie dazu. Klaus Kocks, der Pressesprecher von EHC, sagte dazu: „Wir haben heute die offizielle Nachricht erhalten: Ab 1. April sind wir für die Sozialbetreuung der Speyerer AfA zuständig.“ Erste Gespräche mit dem Land über die konkrete Auslegung des Auftrags stehen demnach am Freitag, 24. Februar, an. Die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne) wollte sich auf RHEINPFALZ-Anfrage nicht zu der Entscheidung für European Homecare äußern. Begründung: Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sei für den Auswahlprozess zuständig gewesen und nicht das Integrationsministerium. |kya/ccd