Speyer Ab Mitte Oktober Baumfällungen im Stadtwald

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Ab Mitte Oktober fallen Bäume im nördlichen Stadtwald und im Anschluss im Bürgerhospitalwald auf Böhl-Iggelheimer Gemarkung. Die Holzernte im gewöhnlichen Umfang hat Revierförster Uwe Fehr bei der Vorstellung der Forstwirtschaftspläne für 2018 am Donnerstagabend im Umweltausschuss angekündigt. Die Mitglieder beschlossen die Pläne einstimmig.

In drei Abteilungen nördlich und westlich der großen Sanddüne (Ameisenberg) zwischen Speyer und Dudenhofen, südlich der Iggelheimer Straße, soll eine Fachfirma mit dem Holzeinschlag in etwa vier Wochen beginnen. „Das günstigste Angebot auf unsere Ausschreibung hat ein Unternehmen gemacht, mit dem wir schon gute Erfahrungen gesammelt haben“, sagte Uwe Fehr gegenüber der RHEINPFALZ. In dem betroffenen Mischwaldgebiet stehen laut dem Förster zahlreiche 120 Jahre alte Kiefern und 60 bis 80 Jahre alte Laubhölzer. „Die besten Kiefern und nachwachsende Laubbäume bleiben stehen. Gefällt werden neben Kiefern auch Buchen, Bergahorne und Linden. Eichen fördern wir besonders“, teilte Fehr mit. Die Einschläge im Bürgerhospitalwald seien an der Haderwiese und im Jülgengarten geplant. Dort sollen durch Entnahme einzelner Bäume vor allem Laubhölzer aus natürlicher Verjüngung mehr Raum bekommen. Im Stadtwald stehe einem geplanten Einschlag von 2286 Festmetern ein geschätzter Zuwachs von 2750 Festmetern gegenüber, informierte Fehr. Im Bürgerhospitalwald betrage das Verhältnis 900 zu 990 Festmeter. Für den Stadtwald rechne er mit einem Minus von 80.000 Euro, für den Bürgerhospitalwald mit einem Gewinn von 1000 Euro. Nach kurzer Diskussion beschlossen die Mitglieder die Pläne einstimmig. Ebenfalls ohne Nein-Stimmen oder Enthaltungen wurde der Antrag der Stadtratsfraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ begrüßt, dass die Stadt dem „Bündnis für ökologische Vielfalt“ beitritt. Die städtische Nachhaltigkeitsmanagerin Sandra Gehrlein stellte die Vorteile eines Beitritts, wie etwa die kostenlose Teilnahme an Fachkongressen und an Workshops, dem Jahresbeitrag von 300 Euro gegenüber. Umweltdezernentin und Ausschussvorsitzende Stefanie Seiler (SPD) lobte bei Gehrleins Information über das Sanierungsprojekt Russenweiher (wir berichteten) das Engagement der Anglerfreunde – etwa durch die personelle und materielle Unterstützung der noch bis Ende Oktober laufenden wissenschaftlichen Untersuchung des Gewässers. Über die Stellungnahme der Stadt zum Lärmaktionsplan Stufe drei des Eisenbahn-Bundesamtes informierte Umweltabteilungsleiterin Maria-Theresia Kruska. Darin habe die Stadt Lärmbrennpunkte benannt, wo vorrangig Schutzmaßnahmen nötig seien. Die geplante Erweiterung des US-Gefahrstoffdepots in Germersheim betreffe die Stadt nicht, weshalb sie auf eine Stellungnahme verzichte. Lokalseite 2

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