Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel A-Klasse-Rhein-Mittelhaardt: FV Berghausen enttäuscht bisher

Lamentiert: Trainer Hassan Mahmoud (Zweiter von rechts) vom FV Berghausen im Spiel gegen TuS Niederkirchen.
Lamentiert: Trainer Hassan Mahmoud (Zweiter von rechts) vom FV Berghausen im Spiel gegen TuS Niederkirchen.

Trainer Hassan Mahmoud vom FV Berghausen äußert sich erfrischend ehrlich zum enttäuschenden Saisonverlauf. Darum macht er dennoch weiter.

Der FV Berghausen nutzt die Winterpause der A-Klasse, um die verkorkste Hinrunde zu analysieren und neue Kraft zu tanken. Trainer Hassan Mahmoud, seit 2024 Cheftrainer der ersten Mannschaft, hat dennoch seinen Vertrag verlängert. Trotz einer sportlich bislang enttäuschenden Saison bleibt der Verein überzeugt vom eingeschlagenen Weg, und auch der Coach selbst steht klar hinter dem FVB.

„Den sportlichen Erfolg in der laufenden Saison haben sich alle, natürlich auch ich, nach der tollen letzten Saison anders vorgestellt. Aber ich fühle mich trotzdem wohl beim FV Berghausen. Sonst hätte ich auch nicht verlängert“, erklärt Mahmoud offen. Die Zusage sei für ihn ein Zeichen des gegenseitigen Vertrauens.

Freund Hauck

Ein wichtiger Baustein dafür ist das Trainerteam. Mahmoud arbeitet eng mit dem für die Torhüter verantwortlichen Dominic Rotthenhöfer und seinem Assistenten Christian Hauck zusammen. „Das basiert auf höchstmöglichem Vertrauen. Ich kenne beide schon sehr lange, und gerade zu Chris hat sich auch im privaten Bereich eine sehr enge Freundschaft auch außerhalb des Fußballplatzes entwickelt“, sagt der FVB-Coach. Besonders die gemeinsame Auffassung spiele dabei eine große Rolle: „Chris und ich sehen Fußball sehr ähnlich und ergänzen uns perfekt. Er ist für mich sehr wichtig an meiner Seite.“

Sportlich verlief der Abschluss der Hinrunde alles andere als zufriedenstellend. Drei Niederlagen zum Jahresende sorgten für einen Platz im unteren Mittelfeld. Entsprechend selbstkritisch fällt Mahmouds Analyse aus: „Generell bin ich mit dem Verlauf der Hinserie nicht zufrieden. Die Tabelle lügt einerseits nicht, und ich möchte auch nichts schönreden. Aber wir haben uns einfach in viel zu vielen Spielen nicht belohnt.“

Mahmoud hadert

Zwar habe es auch schwache Auftritte gegeben. „Die haben wir dann auch verdient verloren.“ Doch ebenso viele Partien seien knapp und unnötig an den Gegner gegangen. „Es gab genügend Spiele, in denen wir es einfach verpasst haben, uns zu belohnen, um das Spiel zu gewinnen, was uns am Ende natürlich nichts bringt.“

Dass die aktuelle Saison so anders verläuft als die vergangene, führt Mahmoud auf mehrere Faktoren zurück. „Manchmal ist es im Sport schwer, den genauen Grund zu benennen. Es war eine Mischung aus vielen Dingen, zeitweise neun verletzte Spieler, schlechte Tagesform oder auch manchmal einfach zu wenig Widerstandsfähigkeit.“

Berghausen treu

Ausreden wolle er dennoch keine suchen: „Unterm Strich haben wir viel zu wenig Punkte eingefahren.“ Für die Rückrunde formuliert der Trainer klare, aber bodenständige Vorgaben. „Unsere Ziele bleiben unverändert. Wir gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen, und haben vor, das in der Rückrunde besser zu machen.“

Trotz der sportlichen Situation spürt der Coach großen Rückhalt aus dem Umfeld. „Wir hatten auch in der Hinserie einen sehr ordentlichen Zuschauerschnitt. Dass mit den Punkten und dem daraus resultierenden Tabellenplatz keiner zufrieden ist, kann ich komplett nachvollziehen. Und ich bin selbst am unzufriedensten.“

Relegation schlaucht

Die Verantwortung dafür sieht er klar beim Trainerteam: „Der sportliche Erfolg ist komplett die Aufgabe von mir und meinem Trainerteam, und dessen sind wir uns auch bewusst.“ Positiv hebt er hervor, dass es vereinsintern ruhig geblieben sei: „Uns wurde zu jeder Zeit Vertrauen in unsere Arbeit entgegengebracht.“

Mit Blick auf die Rückrunde setzt Mahmoud auch auf den mentalen Effekt der Winterpause. „Es war gut, dass wir jetzt mal die Möglichkeit hatten, etwas Abstand zu haben und durchzuschnaufen. Durch die Relegation hatten wir im Sommer eigentlich keine Pause und haben quasi durchgespielt.“

Die freie Zeit habe gutgetan, „jetzt mal ein paar Wochen abschalten zu können“. Nun gelte der volle Fokus der Vorbereitung: „Wir wollen uns bestmöglich auf die Rückrunde vorbereiten, um uns, unserem Verein und unseren Zuschauern mehr Freude zu machen als in der Hinrunde.“ Auch langfristig denkt der Trainer bereits weiter, ohne den Fokus auf die Gegenwart zu verlieren: „Momentan konzentrieren wir uns auf die aktuelle Situation, arbeiten im Hintergrund natürlich auch an der Zukunft und wollen den FV Berghausen als Gesamtes so attraktiv und erfolgreich wie möglich gestalten.“

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