Speyer 72-Stunden-Aktion: Organisationstalent gefragt
In der Vorderpfalz ist einiges geplant. Der Countdown für die „72-Stunden-Aktion“ läuft. Für Philipp Kapp (Regionalvorstand BDKJ für die Region Vorderpfalz) und Gunter Straub (Jugendreferent Region Vorderpfalz) gilt es nun, die letzten Vorbereitungen zu treffen, damit am 18. April alles reibungslos ablaufen kann. Die beiden Männer gehören zum siebenköpfigen Koordinationsteam der 72-Stunden-Aktion für die Region Vorderpfalz.
Bereits seit anderthalb Jahren planen sie für die Aktion, bei der Kinder und Jugendliche 72 Stunden lang an einem Projekt arbeiten. Insgesamt 22 Gruppen aus der Vorderpfalz haben sich angemeldet, darunter sechs aus Speyer sowie drei aus dem direkten Umland der Domstadt. Erste Projekte stehen jetzt fest: So wird sich die Malteser Jugend im Bistum Gartenarbeiten in einer Senioreneinrichtung und der Renovierung eines Pfarrheims annehmen. Bei den anderen Gruppen – Pfadfinder St. Konrad und Dom, Ministranten Pax Christi, KJG St. Joseph, „Bufdis“ beim BDKJ, Messdiener Otterstadt, KJG Harthausen und Messdiener Dudenhofen – stehen die Projekte entweder noch nicht fest oder sollen als Überraschung erst am Starttag bekanntgegeben werden.
In drei Tagen muss alles fertig sein
Bei den Projekten, die während der 72 Stunden umgesetzt werden sollen, handelt es sich um Arbeiten, die in diesem Zeitraum abgeschlossen werden können. So können etwa Grünanlagen neu bepflanzt oder Spielplätze von Kitas verschönert werden. Aber auch soziale Projekte, wie die Planung eines Spielfests, sind möglich.
Bei der Projektwahl können sich die Gruppen zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden. Die erste Variante nennt sich „Do-it“. Hierbei wählt die Gruppe ein eigenes Projekt aus, das sie umsetzen möchte. Wer die „Get-it“-Variante wählt, bekommt vom Koordinationsteam ein zuvor nicht bekanntes Projekt zugewiesen. Um welche Aufgabe es sich handelt, erfährt die Gruppe dann beim Beginn der Aktion. In der Vorderpfalz sind beide Optionen gleichermaßen beliebt.
„Auf sich allein gestellt“
„Für die Gruppen ist die Aktion ein bisschen wie ein Escape-Room. Sie befinden sich wie in einem Spiel, in dem sie auf sich allein gestellt sind und Probleme als Team lösen müssen. Ich bin jedes Mal positiv überrascht, dass es den Gruppen immer gelingt, das Projekt in der vorgegebenen Zeit umzusetzen“, berichtet Organisator Kapp. Er sei vor allem vom Organisationstalent der Gruppen während der Aktion begeistert, betont er.
Straub sieht in der Seltenheit der Aktion einen Vorteil: „Dadurch, dass die 72-Stunden-Aktion nur alle vier bis fünf Jahre stattfindet, bleibt der Reiz bestehen und die Vorfreude bei den Teilnehmenden ist umso größer.“ Die vorderpfälzischen Gruppen starten die 72 Stunden donnerstags um 17.07 Uhr auf dem Lutherplatz in Ludwigshafen. Nach der Eröffnungsfeier geht’s gleich an die Arbeit.