Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel 50er einzige Oberligaseniorenmannschaft von WR Speyer

Wussten, dass es schwer wird: Speyers 50er (von links) Jörg Streb , Jan Kröger , Marc Schubert, Jürgen Richter, Armin Müller, Ha
Wussten, dass es schwer wird: Speyers 50er (von links) Jörg Streb , Jan Kröger , Marc Schubert, Jürgen Richter, Armin Müller, Harald Heim, Torsten Bücheler.

Im Traditionsclub WR Speyer genießen sie ein Alleinstellungsmerkmal. Und doch haben es die Herren 50 nun schwer. Warum der nächste Gegner Mutterstadt schon wieder zur Herausforderung wird.

Seit Anfang Mai spielt die Herren-50-Mannschaft des TC Weiss-Rot Speyer in der Oberliga – als einziges Seniorenteam aus dem Schützengarten. Für den Aufsteiger ist die bisherige Saison die erwartet große Herausforderung. Die beiden bisherigen Partien gegen den TC Rot-Weiß Brotdorf aus dem Saarland und den TC BW Bad Ems gingen mit jeweils 2:7 verloren.

Für die Aktiven ist der schwierige Saisonstart keine Überraschung. Spielführer Jan Kröger von den Speyerer Herren 50 sagt: „In der Oberliga sind wir der Underdog. Vom Leistungsniveau gehören wir in dieser Liga eher ans untere Ende.“ Tatsächlich ist Weiss-Rot eine Art Fahrstuhlmannschaft zwischen Ober- und Verbandsliga, mit regelmäßigen Auf- und Abstiegen zwischen den beiden Spielklassen.

Kröger lacht

Vor der Saison gab es mannschaftsintern eine Diskussion darüber, ob Speyer den Aufstieg überhaupt annehmen soll, da die Erfolgsaussichten eher gering schienen. Am Ende entschied sich die Mehrheit dafür, auch mit einem ganz pragmatischem Argument: „Wer in der Oberliga spielt, kann nicht aus der Verbandsliga absteigen“, erklärt Kröger die Beweggründe und lacht.

Trotzdem machen Niederlagen, auch wenn einkalkuliert, keinen Spaß. Beim 2:7 gegen Tabellenführer Bad Ems gewannen die drei topgesetzten Speyerer Michael Corell, Kröger und Harald Heim in ihren Einzeln nicht nur keinen Satz, sondern brachten es zusammen auch nur auf einen einzigen Spielgewinn.

Weltranglistenspieler Costa

Die schlechten Ergebnisse lassen sich allerdings erklären. Bad Ems möchte in die Regionalliga aufsteigen und 2025 dann um die deutsche Meisterschaft mitspielen. Deshalb setzt das Team aus dem Rhein-Lahn-Kreis auf drei bezahlte Cracks, zwei Niederländer und den Brasilianer Francisco Costa, der in der Weltrangliste schon einmal auf Position 140 stand.

Kröger selbst bekam es mit Costa zu tun und freute sich vorher auf die Herausforderung: „Der schlägt nicht mit 200 Stundenkilometern auf, und ich wollte gut mitspielen.“ Das gelang auch zu Beginn des Matches. Doch dann brach ein nicht richtig verheilter Muskelbündelriss bei Kröger wieder auf, und der Rest der Partie – Formsache für den Südamerikaner.

Kröger hofft

Das anschließende Doppel mit Krögers Beteiligung gab Weiss-Rot so kampflos ab. „Ich habe zu früh zu viel gewollt und hätte etwas geduldiger sein müssen“, bilanziert der Spielführer. Während Bad Ems hoch hinaus will, verfolgt Speyer andere Ziele. Klar, Sport auf hohem Niveau zu betreiben ist wichtig. Aber der Spaß am Spiel steht im Vordergrund.

Am Ende ist es nicht so wichtig, ob Speyer eine Klasse höher oder tiefer serviert. Der Kern der Mannschaft spielt schon seit 15 bis 20 Jahren zusammen. Trotzdem sind Neulinge immer willkommen. Kröger betont, dass Tennis der ideale Sport für Menschen ist, die auch im etwas höheren Alter sportlich aktiv sein wollen.

Das nächste Heimmatch am Samstag, 8. Juni (13.30 Uhr), gegen den ungeschlagenen TC Mutterstadt wird wieder eine Herausforderung für Weiss-Rot. „Das ist ein starker Gegner mit einer hohen Leistungsdichte, der um die vorderen Plätze mitspielen will“, sagt Kröger über den TC. Er selbst will bis dahin wieder fit sein.

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