Speyer 30 Aktive, sechs Fahrzeuge
Für die zwölf Jungs und zwei Mädchen der Jugendfeuerwehr Dudenhofen ist gestern ein besonderer Tag gewesen: Zum Tag der Feuerwehr feierten sie das 25-jährige Jubiläum und zeigten ihr Können bei einem simulierten Löscheinsatz. Noch auf dem Wunschzettel steht die Gründung einer Bambini-Wehr für Kinder ab sechs Jahren.
Traditionell eröffneten die Freiwilligen am Morgen ihr Fest mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Gerätehalle. Am Beispiel des barmherzigen Samariters spannte Volker Glaser den Bogen vom selbstlosen Handeln und der Nächstenliebe des Einzelnen zu den Dutzenden „organisierten Hilfsdiensten“ der Neuzeit. „Unter die Räuber Gefallene“ nannte der evangelische Geistliche die Opfer von Terror, Vertreibung, Armut und Einsamkeit. Er stellte die Frage: „Wie gehen wir mit ihnen um, wie können wir ihnen helfen?“ Glaser sowie seinen katholischen Pfarrer-Kollegen Josef Metzinger begleitete Luise Friebel am Piano. Beim anschließenden Tag der offenen Tür demonstrierten die Wehrleute den Umgang mit explodierenden Spraydosen, die bei Zimmerbränden zu einer kleinen Bombe werden können. Außerdem konnten Kinder an Rundfahrten teilnehmen. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Blaskapelle, für das leibliche Wohl der Förderkreis St. Florian. In diesem Jahr musste die Dudenhofener Wehr bislang zu 51 Einsätzen ausrücken; immer im Verbund mit der Harthäuser Wehr. Frank Fuchs, stellvertretender Wehrführer der Ortsgemeinde Dudenhofen, zählte auf: „Unser Schwerpunkt ist die technische Hilfeleistung, vor allem bei Verkehrsunfällen, sowie Brände, Keller auspumpen und Tier- und Personenrettungen.“ Einige Beispiel aus den Einsätzen: Im Mai wurde in Speyer ein älterer Mann vermisst. Ein Hund spürte ihn schließlich auf. Anfang Juni rettete die Wehr einen verirrten Mann in Mechtersheim. Spektakulär sei das Einfangen einer entlaufenen Rinderherde gewesen, die im Mai eine 20-stündige Sperrung der B 9 bei Schwegenheim ausgelöst habe. „Normal, im Schnitt“, kommentiert Fuchs die Anzahl der Einsätze. Zum bisher letzten rückten die Floriansjünger am Freitag aus: Auf der B 39 brannte der Motor eines Linienbusses. Seit der Fusion bilden Dudenhofen, Harthausen und Römerberg von montags bis freitags zwischen 6 und 18 Uhr eine gemeinsame Alarmbereitschaft. Hintergrund sind die zum Teil unterschiedlichen Berufs-Arbeitszeiten und die sehr langen Anfahrtswege der in der Region weit verstreut arbeitenden Wehrleute. Fuchs sagte zum Zusammengehen der drei Ortsfeuerwehren: „Das klappt reibungslos.“ Aktuell engagieren sich 27 Männer und drei Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr Dudenhofen. Mit Harthausen sind es etwa 50 Aktive. „Das schwankt übers Jahr“, berichtete Fuchs. Geübt wird der Ernstfall jeden Montag; einmal im Monat mit den Römerbergern. Die Jugendfeuerwehr trifft sich mittwochs um 18.30 Uhr. Mit sechs Fahrzeugen plus Einsatzleitfahrzeug des Kreises in Katastrophenfällen sieht Fuchs die Wehr gut ausgestattet: „Neu- oder Ergänzungsanschaffungen stehen auf längere Sicht nicht an.“