Speyer Finanzierung noch nicht geklärt

Ortsmitte Dudenhofen: Dort soll ein Mini-Kreisel entstehen.
Ortsmitte Dudenhofen: Dort soll ein Mini-Kreisel entstehen.

Noch immer ist offen, wer den geplanten Mini-Kreisel in der Ortsmitte von Dudenhofen bezahlt: die Ortsgemeinde oder der Landesbetrieb Mobilität (LBM). In einem „abschließenden Gespräch zur Planung“ will Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) den LBM von der Notwendigkeit und Dringlichkeit einer befahrbaren Verkehrsinsel an der Kreuzung Neustadter, Speyerer und Landauer Straße überzeugen.

Bei der Festlegung und Verabschiedung der Planungsdetails am Donnerstagabend im Ortsgemeinderat wünschte sich Jürgen Creutzmann (FDP), dass vorab ein Vertreter des LBM „im Rat Rede und Antwort stehe“. Das hat Eberhard bereits versucht. Die von ihm zitierte Antwort des LBM auf seine Einladung lautete: „Wir haben nicht die Möglichkeit, bei jeder Gemeinde vorbeizuschauen.“ Creutzmann brachte „die Arroganz des Dienstleisters“ in Rage. Noch während der Sitzung wollte er eine E-Mail an Volker Wissing, rheinland-pfälzischer Verkehrsminister und Parteikollege, schicken. „Zum x-ten Mal“, betonte Creutzmann, „muss die Gemeinde das Vorhaben finanzieren“. Die Kosten werden auf rund 230.000 Euro geschätzt. Die FDP wollte dem Projekt unter diesen Bedingungen nicht zustimmen. Der Kreisel schaffe mehr Probleme, als er löse, sagte Creutzmann. Vorläufig enthielt er sich der Stimme und hofft auf ein Einvernehmen des Ortsbürgermeisters mit dem LBM. Ungeachtet der Kostenübernahme blieb Wilhelm Kannegießer (SPD) überzeugt: „Wir brauchen den Kreisel.“ Strittig zwischen Ortsgemeinde und LBM in der Ausführung sind ein Zebrastreifen in der Landauer Straße und die Beschilderung des Kreisels. Wegfallen würden die Parkplätze vor dem Geschäftshaus Ecke Landauer Straße. Die Ausfahrt aus der Seniorenresidenz wäre nur noch nach rechts möglich. Verkehrskonzept: „Im Schnellverfahren“ erläuterte Frank Gericke die vom Ingenieurbüro Modus Consult erarbeiteten Maßnahmenempfehlungen für ein Verkehrskonzept: Südumgehung, Ausweisung von Einbahnstraßen, Tempo 30, Radwege und öffentlicher Personennahverkehr. Grundsätzlich sieht er keinen Bedarf an wesentlichen Änderungen. Stand heute – den Ist-Zustand sowie die Ergebnisse einer Verkehrszählung und der Befragung hatte Gericke bei einer Bürgerversammlung im April vorgestellt – sei auch der Knotenpunkt in seiner jetzigen Form (ohne Kreisel) „weiter belastbar“. Zum Thema Verkehrskonzept ist eine Ausschusssitzung und eine weitere Bürgerversammlung geplant. Heiligensteiner Weg: Ausgebaut wird der Wirtschaftsweg westlich der K 27 Richtung Römerberg, Länge 680 Meter, Breite 3,50 Meter. Kosten soll er 185.000 Euro, 70 Prozent Zuschuss hat das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Neustadt zugesagt. Die Ortsgemeinde Römerberg lässt den Weg, den laut Roni Zürker (CDU) „nur Dudenhofener nutzen“, auf ihrer Gemarkung unverändert. Für Zürker, als Landwirt direkt Betroffener, „bedauerlich“.

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