Homburg Zusammenhalten gegen Corona und Neonazis
Das „Aktionsbündnis Bunt statt braun“ distanziert sich vom Rechtsextremismus und fordert Kritiker der Corona-Schutzmaßnahmen zum Dialog auf, um eine drohende Spaltung der Gesellschaft abzuwenden. Das Gesprächsangebot sei allerdings an Bedingungen geknüpft, wie Thomas Schulz, Sprecher des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Saarbrücken mitteilt.
In einer Erklärung heißt es, das Coronavirus sei eine reale Bedrohung für alle. Diese bedrohliche Situation könne nur gemeinsam bewältigt werden. Darum müssten wichtige Maßnahmen wie Maskenpflicht und Hygieneregeln befolgt werden. Es sei dennoch legitim, einzelne Corona-Maßnahmen kritisch zu hinterfragen, auch mit Demonstrationen.
Jedoch fordert das „Aktionsbündnis Bunt statt braun“ die Kritiker der Corona-Schutzmaßnahmen auf, nicht gemeinsam mit Neonazis auf die Straße zu gehen. „Wir verlangen eine klare und unmissverständliche Abgrenzung nach rechts“, lautet eine zentrale Bedingung zum Dialog. Denn die Rechtsextremisten instrumentalisierten sowohl die Zeitgeschichte als auch die Kritik an den Corona-Maßnahmen für ihre demokratie-feindlichen und antisemitischen Zwecke. Der Holocaust, der staatlich organisierte Massenmord an den Juden in der Zeit des Nationalsozialismus (1933 bis 1945), ist ein bislang einmaliges Ereignis in der Geschichte der Menschheit. Die Gleichsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen mit der Judenverfolgung verbiete sich daher. Daraus ergibt sich eine weitere Bedingung des „Aktionsbündnisses Bunt statt braun“ für ein Gespräch mit den so genannten Spaziergängern: „Das Leid der Opfer faschistischer Zwangsmaßnahmen darf nicht relativiert werden.“