Saarbrücken Zoll: Verstöße mit Drogen und Wasserpfeifen verdoppelt

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Fast 3200 Unregelmäßigkeiten entdeckte der saarländische Zoll im Vorjahr bei Waren entdeckt, deren Besitz verboten oder deren Umgang nur unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen ist. Rund 2400 Verstöße wurden bei der Einfuhr von Arznei- und Betäubungsmitteln festgestellt. Fast doppelt so viele Verstöße wie 2019 wurden bei den Betäubungsmitteln (64 Kilo) und dem Wasserpfeifentabak (1500 Kilo) entdeckt. Beanstandungen in den Bereichen Produktsicherheit, Artenschutz, Produktfälschungen sowie bei mitgebrachten Lebensmitteln und Kosmetikprodukten waren ebenfalls zahlreich. „Vielfach werden Waren im Ausland bestellt oder von dort mitgebracht, die nicht einfuhrfähig sind. Das böse Erwachen kommt dann, wenn die Waren von uns geprüft werden: Trotz des gezahlten Kaufpreises ziehen wir die Waren aus dem Verkehr, wenn sie die deutschen oder europäischen Vorgaben nicht erfüllen“, so Hans Barth, der Leiter des Hauptzollamts Saarbrücken. „Wir empfehlen allen Reisenden und Internetbestellern, sich auf www.zoll.de oder über die kostenlosen Zoll-Apps rechtzeitig zu informieren.“

2020 nahm der saarländische Zoll knapp 870 Millionen Euro ein: Größter Posten war die Einfuhrumsatzsteuer (390 Millionen Euro), gefolgt von der Kfz-Steuer (250 Millionen). Euro. Über 1,6 Millionen Positionen zur Einfuhr und über 16 Millionen zur Ausfuhr wurden abgefertigt.

Auch 2020 waren die Mitarbeiter an den Standorten Kaiserslautern, Landau und Saarbrücken erfolgreich bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung. Fast 4000 Strafverfahren wurden eingeleitet und Strafen in Höhe von fast zwei Millionen Euro festgesetzt. Die aufgedeckte Schadenssumme betrug 12,6 Millionen Euro. Im Blickpunkt standen Mindestlohns, Kurierdienste, Baugewerbe sowie die Abfall-, die Fleisch- und die Landwirtschaft. „Die Erfahrung zeigt, dass komplexe Ermittlungsverfahren sowie organisierte Formen der Schwarzarbeit immer mehr an Bedeutung gewinnen“, so Barth.

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