Homburg / Saarbrücken / Neunkirchen RHEINPFALZ Plus Artikel Züge im 20-Minuten-Takt: Aus Regionalzügen sollen S-Bahnen werden

Durch das geplante S-Bahn-Netz sollen mehr Züge fahren – und man soll viel schneller ankommen.
Durch das geplante S-Bahn-Netz sollen mehr Züge fahren – und man soll viel schneller ankommen.

Mobilitätsministerin Berg hat einen Plan vorgestellt, der vorsieht, aus Regionalzügen S-Bahne zu machen. Dann würde man viel schneller zu den Saar-Bahnhöfen kommen.

Das dürfte Berufspendler und Bahnreisende freuen: Saarlands Mobilitätsministerin Berg hat einen Plan vorgestellt, mit dem man die Bahnhöfe in Homburg, Neunkirchen, Saarbrücken und Saarlouis künftig im 20-Minuten-Takt erreichen soll. Im Dezember 2026 sei der Wechsel auf den 20-Minuten-Takt vorgesehen. Dafür würden mehr Züge und -fahrten bestellt. Voraussetzung dafür sei, dass die Verkehrsunternehmen genügend Personal finden.

Die Weiterentwicklung zum S-Bahn-Netz sei im Verkehrsentwicklungsplan des Saarlandes vorgesehen. Dazu wurde eine Studie durchgeführt, die nun zum Ergebnis kam, dass die Umsetzung machbar ist. Das bedeute vor allem, dass mehr Züge fahren würden, die bessere Umstiegsmöglichkeiten und mehr Direktverbindungen böten. Durch den Beschluss im Saar-Kabinett am Dienstag könne das Vorhaben jetzt schrittweise umgesetzt werden.

Erste zusätzliche Fahrten schon diesen Monat

Das angestrebte Kernnetz der S-Bahn würde sich dann „über den gesamten Raum mit der höchsten Bevölkerungsdichte im Saarland“ erstrecken. Das S-Bahn-Netz Saarland sei unabhängig von anderen Infrastrukturmaßnahmen umsetzbar und erlaube zu einem späteren Zeitpunkt die Integration von zusätzlichen Strecken. Erste zusätzliche Fahrten zu den Bahnhöfen in Neunkirchen, Homburg, Saarbrücken und Saarlouis soll es schon bei den Fahrplanwechseln diesen Dezember geben.

Berg sagt, mit dem geplanten S-Bahn-Netz „heben wir den Schienennahverkehr im Saarland auf das nächste Level“. Diese Weiterentwicklung sei wichtig, da Maßnahmen wie das 49-Euro-Ticket zu einem Anstieg der Fahrgastzahlen im Saar-ÖPNV um 34 Prozent geführt hätten.

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