Blieskastel RHEINPFALZ Plus Artikel Wintercafé bietet ein warmes Essen pro Woche

In der AWO-Begegnungsstätte gibt es nun einmal in der Woche ein kostenloses Essen. Unser Foto zeigt einen der Räume, in dem ein
In der AWO-Begegnungsstätte gibt es nun einmal in der Woche ein kostenloses Essen. Unser Foto zeigt einen der Räume, in dem ein Tablet-Kurs für Senioren stattgefunden hat.

Hohe Energiepreise, steigende Lebenshaltungskosten: Die Inflation und die Folgen des Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie hinterlassen zunehmend ihre Spuren. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) möchte Menschen, die dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geraten, helfen. Auch in Blieskastel.

Wintercafé heißt das Projekt, das in der Blieskasteler AWO-Begegnungsstätte in der Kardinal-Wendel-Straße ein Zuhause gefunden hat. Dort soll es einmal pro Woche kostenlos ein warmes Essen geben. Gestern ging die Aktion an den Start.

„Wir möchten mit dem Wintercafé eine Anlaufstelle für alle Menschen bieten, die der Einsamkeit entfliehen wollen und die Gemeinschaft mit anderen suchen“, berichtet der für Soziales zuständige Beigeordnete Guido Freidinger. Das Wintercafé in Blieskastel hat immer dienstags zwischen 12 und 14 Uhr geöffnet.

Immer dienstags hat das Wintercafé geöffnet

Der AWO-Ortsverein betreibt das Blieskasteler Wintercafé ehrenamtlich. Die Stadt unterstützt das Projekt, das unter dem Zeichen der Saar-Winteraktion „Das Saarland rückt zusammen“ steht. Das saarländische Sozialministerium hat die Aktion ins Leben gerufen, um Menschen zu helfen, die bedürftig oder einsam sind. Das Wintercafé soll voraussichtlich bis Ende März 2023 seine Pforten öffnen.

Teilnahmevoraussetzungen gibt es nicht. Im Gegenteil: Jeder, der möchte, kann vorbeikommen. Dabei muss nicht immer das Geld knapp sein. Auch, wer einsam ist und Gesellschaft möchte, sei willkommen, so Freidinger. Deshalb steht auch nicht immer unbedingt das Essen im Vordergrund, berichtet Steffi Richter-Schneider von der AWO. Zusammen mit Kerstin Staab hat sie das Wintercafé in Blieskastel initiiert.

Es geht um die Gesellschaft

„Unsere Arbeit hier in der Begegnungsstätte läuft ehrenamtlich. Das heißt, dass in unserem Café keine kommerziellen Gedanken, sondern das Beisammensein in Gesellschaft im Vordergrund steht“, erzählt Kerstin Staab.

Nicht nur in Blieskastel, auch in Homburg, Saarbrücken und anderen saarländischen Landkreisen unterstützt die AWO bedürftige oder einsame Menschen und bringt Wintercafés an den Start. In Homburg kann man jeden Donnerstag zwischen 12 und 14 Uhr im Haus der Begegnung (Spandauer Straße 10) vorbeikommen.

Knapp 20 Wintercafés im Saarland

Die AWO rechnet damit, dass neben Singles auch immer mehr Familien mit Kindern diese Hilfe in Anspruch nehmen. Auch Geflüchtete, die keine Sozialhilfe bekommen, hätten es schwer, über die Runden zu kommen, so die Arbeiterwohlfahrt. Insgesamt betreibt der Verein knapp 20 Wintercafés im Saarland. Die meisten gibt es in Neunkirchen (dort findet man fünf Wintercafés) und dem Regionalverband Saarbrücken und Saarbrücken-Stadt (insgesamt sechs Begegnungsstätten). Manche öffnen allerdings erst im Januar.

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