Saarbrücken
Warum Studenten und Kindergartenkinder sich einen Raum teilen
Im Mensagebäude auf dem Saarbrücker Campus gibt es schon seit vielen Jahren zwei Kindergärten. Beide hatten bislang eine eigene Turnhalle im Keller. Die war auch Voraussetzung, dass die Kindergärten ihre Zulassung haben. Nun gibt es jedoch Probleme mit der Lüftungsanlage in der Keller-Turnhalle. Die Lüftung bläst mehr alte Luft in den Raum, als sie abzieht. Zudem ist die Anlage an die der Mensa im Obergeschoss gekoppelt. Die Folge, so das Studierendenwerk: eine miserable Luftqualität und ein stetiger Essensgeruch.
Kompromiss mit Musikstudenten
Nun gibt es in der Mensa noch einen weiteren großen Raum, der auf dem Campus „Schlemmereule“ genannt wird. Darin findet der Unterricht der Musikstudenten statt. Dass die in der Schlemmereule unterrichtet werden, hat mit der generellen Knappheit an Seminarräumen auf dem Campus zu tun. Die Schlemmereule ist ein großer Raum, früher war es mal ein Café, und kann in drei kleinere Abschnitte geteilt werden.
Die beiden Mensa-Kindergärten weichen fortan zum Turnen in den hinteren Teil des Musik-Seminarraumes aus. Um zu verhindern, dass die Kinder toben, während die Studenten büffeln, wurde ein Zeitplan abgemacht, wann die Kindergartenkinder in die Schlemmereule gehen können. Ein Kompromiss, so das Studierendenwerk. Knackpunkt: Auf dem gesamten Campus-Areal gibt es für die Kindergartenkinder in Sachen Turnhalle keine Alternative. Und ohne Turnhalle dürfen beide Kindergärten nicht betrieben werden. Insgesamt sind im Mensagebäude 110 Kindergartenkinder untergebracht, aufgeteilt auf zwei Einrichtungen.