Saarbrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Warum schon wieder am Ludwigspark-Rasen gewerkelt wird

Kurz nach dem Pokal-Desaster wurde der gesamte Rasen im Ludwigspark ausgetauscht. Eine Übergangslösung. Im Sommer soll der Platz
Kurz nach dem Pokal-Desaster wurde der gesamte Rasen im Ludwigspark ausgetauscht. Eine Übergangslösung. Im Sommer soll der Platz von Grund auf neu aufgebaut werden – dieses Mal mit einer funktionierenden Drainage.

Der Rasenaustausch im Saarbrücker Ludwigsparkstadion ist erst wenige Zeit her, da wird schon wieder an dem Stadiongrün gearbeitet - natürlich verbunden mit erneuten Kosten.

100 Quadratmeter Rasen musste kurz nach der Drittliga-Partie erneut ausgetauscht werden. Das bestätigt die Pressestelle der Stadt Saarbrücken auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Dennoch gibt es vonseiten der Verwaltung eine klare Meinung zum neuen Stadiongrün: „Der Rasen im Ludwigsparkstadion hat sich seit dem Bielefeld-Spiel (25. Februar, Anm. der Redaktion) gut entwickelt.“

Dass erneut Teile des Grüns ausgetauscht werden müssen, war laut Stadt-Pressestelle bereits im Vorfeld einkalkuliert, entsprechend vorbereitet sei man auf die Arbeiten gewesen. „Die Kosten für die Maßnahme betragen rund 5000 Euro“, so die Stadt. Diese Ausgaben gesellen sich zu den bereits bezahlten 200.000 Euro für den Übergangsrasen ein. Nach dem Teilaustausch wurde der Rasen gemäht und gedüngt, um eine einheitlichere Farbgebung herbeizuführen. Am Wochenende wurde der Rasen dann gesandet und aerifiziert, ebenfalls wichtig, damit das Grün eben ist. Bis zum Wochenende soll das Grün in Ruhe gelassen werden. „Wir gehen davon aus, dass sich der Rasen am Samstag beim Spiel gegen Aue in einem guten Zustand präsentieren wird“, so die Hoffnungen aus dem Saarbrücker Rathaus.

Im Sommer kommt die Rasen-Großbaustelle

Bis zur Spielpause im Sommer soll der Übergangsrasen noch im Ludwigspark liegen, dann wird das gesamte Spielfeld rausgerissen und von Grund auf neu aufgebaut. Das war bereits klar, als der Übergangsrasen nach dem Regen-Fiasko beim Pokalspiel gegen Mönchengladbach verlegt worden ist. Der Abend des 7. Januar verlief für Spieler und Fans alles andere als geplant. Der Rasen stand unter Wasser, die Unparteiischen verkündeten kurz vor Anpfiff, dass das Spiel wegen der Unbespielbarkeit des Grüns abgesagt wird. Die Reaktion der Fans war eine Mischung aus Wut und Belustigung über den FC Saarbrücken. Vor allem der Versuch, mit Laubbläsern das Wasser vom Acker zu pusten, hat im Internet zu zahlreichen spöttischen Kommentaren geführt. Das Spiel gegen Mönchengladbach war dabei nicht das erste, das wegen des Ludwigpark-Rasens sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist. So wurde auch die zweite Halbzeit im Liga-Spiel gegen Dresden vor einigen Wochen verschoben und auch ums Pokalspiel gegen den FC Bayern stand es anfangs schlecht. „Mit den erfolgten kurzfristigen Arbeiten konnten nicht die alten Planungsdefizite gelöst werden“, schreibt die Stadt. Allen voran soll das Spielfeld mit einer funktionierenden Drainage versehen werden. „Zurzeit laufen die dazu notwendigen Vorbereitungen“, so die Verwaltung.

Pokalspiel soll am 12. März nachgeholt werden

Schuld an der Überflutung beim Pokalspiel war laut Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) nicht die kaputte Drainage unterm Ludwigspark, sondern die Sperrschicht in fünf Zentimetern Tiefe. Kurz nach der gefloppten Pokal-Begegnung entschuldigte er sich öffentlich bei den Saarbrückern sowie den Spielern und Fans aus Mönchengladbach. Sportdezernent Patrick Berberich befürchtete, dass es ohne Übergangslösung einen Verlust von Mieteinnahmen sowie etwaige Regressansprüche gegenüber der Stadt geben könnte. „Ganz abgesehen vom weiteren Imageschaden“, ergänzte Berberich.

Die Mönchengladbach-Pokalpartie soll am 12. März nachgeholt werden, Anpfiff wäre um 20.30 Uhr. Gewinnen die Saarbrücker das Spiel, würden sie im Ludwigspark am 2. April den FCK im Pokal-Halbfinale empfangen.

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