Webenheim
Wann kommt der Aufzug ans Dorfgemeinschaftshaus?
Von Barrierefreiheit können die Webenheimer seit Jahrzehnten bei ihrem Bürgermeisteramt nur träumen. Daher war das Thema auch in der jüngsten Ortsratssitzung wieder auf dem Tapet. Vor dem Haus wurde zwar vor rund fünf Jahren im Zuge des Neubaus und der Bordsteinhöherlegung der Bushaltestelle vor dem Haus in der Straße des 13. Januar eine lange Rampe gebaut – vorbildlich rollstuhlgerecht, sollte man meinen. Doch direkt an der Eingangstür endet das positive Bild abrupt. Hinter der Holztür führen vier nicht gerade niedrige Stufen ins Erdgeschoss des Hauses. Eine simple Stahlrampe für Rollstuhlfahrer hat aufgrund der eingeschränkten Flurbreite keinen Platz. Also sucht man seit Jahren eine Alternative.
Die Blieskasteler Stadtverwaltung und deren Bauamt favorisieren einen außen angebauten Aufzug, der hinter der Bushaltestelle auf der linken Hausseite in den kleinen Saal führen soll. Derzeit befindet sich dort ein Fenster, das per rotem Aufkleber als Notausgang gekennzeichnet ist. Aus dem Fenster soll laut Webenheims Ortsvorsteher Mathias Krey eine Tür werden. „Der Antrag liegt beim Bauamt in Homburg“, verkündete Krey im Ortsrat, als der Blieskasteler Beigeordnete Guido Freidinger sowie ein Vertreter des Blieskasteler Bauamtes anwesend waren. Denn dort müsse die Statik geprüft werden. Ein Alternativantrag, bei dem über den Hintereingang im Hof ein barrierefreier Zugang per Aufzug ermöglicht werden sollte, wurde laut Krey bereits vor Jahren aus statischen Gründen verworfen.
„Da wird immer nur drumherumgeredet“
„Laut Aussage von Guido Freidinger von 2021 sollte der barrierefreie Zugang im April 2022 fertig sein“, kritisiert Krey seinen ehemaligen Parteifreund von der SPD. Laut Krey habe Freidinger im Ortsrat gesagt, er hoffe, dass die Sache im kommenden Jahr endlich umgesetzt werden könne. Detaillierte Angaben erhalte der Webenheimer Ortsrat aber auch auf mehrfache Nachfrage nicht von der Blieskasteler Stadtverwaltung, merkte Krey an. „Da wird immer nur drumherumgeredet“, bemängelt er fehlende Information und mangelnden Festlegungswillen aus dem Rathaus auf der anderen Bliesseite. Für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Geh-Beeinträchtigung sind das keine guten Nachrichten. Denn das Dorfgemeinschaftshaus wird oft und regelmäßig für öffentliche Veranstaltungen, vor allem aber für Familienfeiern wie Geburtstage, Kindtaufen und auch Hochzeitsfeiern gebucht.