Homburg Unikliniken haben ihre Corona-Vorschriften für Besucher und Patienten überarbeitet
In der Kinderklinik sind in der Regel beide Elternteile erlaubt. Auch zu den Aufklärungsgesprächen vor Operationen an Kindern werden beide Erziehungsberechtigten zugelassen, da beide unterschreiben müssen. Eine Begleitung wird nur erlaubt, wo sie unbedingt nötig ist. Kurz einen Koffer hochzutragen sei in Ordnung, aber kein längeres Verweilen in der Klinik.
Barbara Gärtner, Leiterin der Uni-Krankenhaushygiene, erinnert an die Maskenpflicht. „Leider führt Vertrautheit in der Familie, unter Freunden und Bekannten, zu einem nachlassenden Risiko-Empfinden.“ Dabei sei die Infektionsgefahr unter Bekannten genauso hoch wie unter Fremden. Ventilmasken seien übrigens im gesamten Klinikum verboten.
Infizierte jetzt oft jünger als zu Beginn der Pandemie
Wolfgang Reith, der Ärztliche Direktor: „Unser Fokus liegt jetzt neben Reiserückkehrern verstärkt auf den Schulen und Kitas.“ Die Infizierten seien jetzt meist jünger; daher bräuchten sie wegen milder Symptome kaum medizinische Versorgung. Dies halte „die Belastung unserer stationären Bereiche im Moment niedrig. Dennoch müssen wir im Universitätsklinikum äußerst wachsam sein, um bei Bedarf schnellstmöglich reagieren zu können.“
Wer aus medizinischen Gründen keine Maske tragen könne – auch wenn er dafür ein Attest habe – dürfe die Unikliniken nicht betreten. Reith: „In absoluten Ausnahmefällen, etwa beim Besuch schwerstkranker Angehörigen, kann eine Ausnahme gemacht werden. Dann wird ein solcher Besucher an der Pforte abgeholt. Das Stationspersonal bringt ein Schutzvisier mit.“
Menschenansammlungen an den Klinikeingängen und in den Wartezimmern sollen vermieden werden. Reith bittet ambulante Patienten, die einen Termin haben, möglichst exakt zur vereinbarten Uhrzeit zu erscheinen. Einlass werde erst etwa 30 Minuten vor dem Termin gewährt.
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