Saarbrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Tarifverträge im Saar-Verkehrsgewerbe gekündigt: Verdi schlägt Alarm

Die Gewerkschaft Verdi sagt, sie habe zu wenig Mitglieder im saarländischen Verkehrsgewerbe. Das habe dazu geführt, dass in der
Die Gewerkschaft Verdi sagt, sie habe zu wenig Mitglieder im saarländischen Verkehrsgewerbe. Das habe dazu geführt, dass in der Vergangenheit nur minimale Lohnerhöhungen von 0,1 Prozent erkämpft werden konnten.

Im Saar-Verkehrsgewerbe wurden die Tarifverträge gekündigt. Das teilt die Gewerkschaft Verdi mit und begründet das mit fehlendem Einfluss bei Tarifverhandlungen.

Es gebe einen „niedrigen Organisationsgrad in diesem Sektor“, so Verdi. Zu besagtem Sektor zählen etwa Logistik-, Express- und Kurierfirmen, wie die Unternehmen Dachser, Schenker, Hermes, DPD und Kraftverkehr Nagel. „Wir können als Gewerkschaft nur dann Tarifverträge verhandeln und durchsetzen, wenn die Beschäftigten dies auch wollen“, sagt Tanja Lauer, zuständige Landesfachbereichsleiterin bei Verdi Rheinland-Pfalz-Saarland. Jedoch gebe es zu wenig Mitarbeiter, die Mitglied in der Gewerkschaft seien. Dies habe dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren nur minimale Lohnerhöhungen von 0,1 Prozent erkämpft werden konnten, teilt die Gewerkschaft mit.

Das Saar-Verkehrsgewerbe, kritisiert Verdi, fordere zwar eine Tarifbindung, aber versuche, diese „in ihren Betrieben zu verhindern“. Teilweise soll laut Verdi auch Druck auf die Betriebsräte ausgeübt worden sein, um Verdi bei Betriebsversammlungen auszuschließen. Verdi habe die Betriebsräte mehrfach aufgefordert, Betriebsversammlungen durchzuführen, um die Beschäftigten über die tarifpolitische Situation zu informieren. „Wenn bei den Unternehmen und den Beschäftigten ein echtes Interesse besteht, die Tarifbindung wiederherzustellen, steht Verdi für Verhandlungen bereit“, sagt Lauer.

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