Blieskastel Sturm richtet schlimme Schäden an: 95 Feuerwehrleute im Einsatz
Verletzt wurde niemand. Das berichtet die Feuerwehr Blieskastel-Mitte. Betroffen seien vor allem Häuser in der Neunkircher Straße gewesen, die während des Einsatzes gesperrt werden musste. „Das Schadensbild reichte von losen Dachziegeln und Dachblechen über beschädigte und instabile Kamine bis hin zu großflächig abgedeckten Dächern“, sagt die Feuerwehr. Die Feuerwehrleute hätten lose Dachziegel gesichert, beschädigte Dächer provisorisch verschlossen und Gefahrenstellen beseitigt. Der Sturm habe besonders einem Mehrfamilienhaus zugesetzt: Die Feuerwehrleute und ein Not-Dachdecker mussten das Dach des Hauses mithilfe eines Notdachs sichern.
Zuvor mussten sie zwei stark beschädigte Kamine teils zurückbauen. Mit Drohnen der Feuerwehr Homburg habe man sich einen Überblick über die Schäden verschafft. 95 Feuerwehrleute von Blieskasteler Löschbezirken sowie von Kirkel-Neuhäusel seien für rund vier Stunden im Einsatz gewesen. Gegen 20 Uhr seien die ersten Notrufe von Anwohnern eingegangen. Auch die Absturzsicherungstruppe war ausgerückt.
Die Feuerwehr hatte von einer Windhose gesprochen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht nicht von einer Windhose als Ursache aus. „Dies wäre untypisch, da Windhosen meist nur über Wasser auftreten“, sagte ein Meteorologe. Dem Wetterdienst würden zudem keine entsprechenden Informationen über ein solches Ereignis in Blieskastel vorliegen.