Homburg
Stadtrat entscheidet über Zukunft des Waldstadions und des Erbacher Sportzentrums
Der Stadtrat tagt am Donnerstag, 5. November, ab 17.30 Uhr im Saalbau in der Oberen Allee. Als Hauptnutzer des Waldstadions gilt der Fußball-Regionalligist FC 08 Homburg (FCH). Seit Jahren mahnt der Club die Sanierung des Stadions aus den 1930er-Jahren an: Gelingt dem aktuellen Tabellendritten FCH der Aufstieg in die Dritte Liga, so muss er dort die Auflagen des Deutschen Fußballbundes (DFB) in eine moderne Spielstätte erfüllen. Die Stadt Homburg nutzt das Waldstadion ihrerseits für den Vereins- und Schulsport sowie als Gelegenheit für das öffentliche Lauftraining auf der Tartanbahn. Der FCH wirbt mit Blick auf die DFB-Auflagen für den Einbau eines beheizten Fußballrasens und für die Überdachung der Stehplatzränge auf der Gegengeraden. „Wir wollen unsere Fans nicht länger im Regen stehen lassen“, sagen der FCH-Vorsitzende Herbert Eder und der Unternehmer Giuseppe Nardi, der Geschäftsführer des Hauptsponsors Dr. Theiss Naturwaren.
Im Homburger Rathaus ist unbestritten, dass im Stadion die Elektroversorgung, vor allem aber der bauliche Zustand von Sanitäreinrichtungen wie Umkleide- und Duschräume längst nicht mehr zeitgemäß sind.
Stadionausbau in Etappen
Im Auftrag der Stadt und des FC Homburg hat das Kaiserslauterer Ingenieurbüro a+4 GmbH, in dem der Kirrberger Architekt Roland Damm mitwirkt, ein Gutachten für die etappenweise Sanierung des Waldstadions erstellt. Das Papier soll die Grundlage für das weitere Vorgehen liefern. Inklusive einer Fördergeld-Zuweisung vom Saarland in Höhe von drei Millionen Euro stehen für die Jahre 2020 bis 2023 derzeit insgesamt 3,75 Millionen Euro zur Verfügung. Jetzt hat der Stadtrat die Wahl zwischen zwei alternativen Ausbauvarianten. Vorschlag A sieht die Ertüchtigung der reinen Spielstätte im Stadion für etwa 3,4 Millionen Euro vor. Variante B mit der Ertüchtigung des Sozialbereichs unter dem Tribünentrakt, an der sich der FC Homburg als Hauptnutzer zu 50 Prozent beteiligen müsste, wird auf 6,3 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt.
Geld für das Sportzentrum Erbach
Eine weitere Beschlussvorlage am Donnerstag befasst sich mit dem Sportzentrum in Erbach. Die Halle, in der einst der TV Niederwürzbach seine Handball-Bundesligaspiele ausgetragen hat, ist in die Jahre gekommen. Nun ist die Sanierung der Anlage für knapp neun Millionen Euro geplant. Davon je vier Millionen Euro sollen mit Fördermitteln des Saarlandes und aus dem Etat der städtischen Stadtbus- und Parkhaus GmbH (HPS) bezahlt werden. Der Stadtrat muss jetzt entscheiden, ob die Stadt Homburg für die Hallensanierung den vom Land geforderten zehnprozentigen Eigenanteil von 894.500 Euro finanziert. Im Haushalt bereits eingeplant sind weitere 95.000 Euro aus der Stadtkasse, die der Rat 2019 für das Sportzentrum Erbach bewilligt hatte.