St.Ingbert RHEINPFALZ Plus Artikel Stadt setzt auf Busse mit Hybrid-Antrieb

Jasmin Neger, Behindertenbeauftragte der Stadt St. Ingbert, testet den fast ebenerdigen Zugang der neuen Busse.
Jasmin Neger, Behindertenbeauftragte der Stadt St. Ingbert, testet den fast ebenerdigen Zugang der neuen Busse.

Zum Jahreswechsel gehen in St. Ingbert acht neue Linienbusse in Betrieb. Die Fahrzeuge sind mit einem barrierefreien Zugang für Menschen mit Behinderung ausgestattet und schonen das Klima.

Der St. Ingberter Oberbürgermeister Ulli Meyer ist stolz auf die neuen Stadtbusse: „Sie sind komfortabel, sparen CO2 ein, erfüllen alle Anforderungen älterer, behinderter und anderweitig eingeschränkter Fahrgäste und bieten auch dem Busfahrer viele Annehmlichkeiten. Ich habe mir selbst ein Jobticket gekauft, um in Zukunft häufiger mit dem Bus zu fahren. Auf die Fahrt in diesen Bussen freue ich mich besonders.“

Hintergrund der Neuanschaffung sei, dass der Vertrag mit Saarmobil als Betreiber des St. Ingberter Linienbündels zum Jahreswechsel ausgelaufen war und neu ausgeschrieben werden musste, erklärte Pressesprecher Florian Jung auf Anfrage. Den Zuschlag für die kommenden drei Jahre erhielt die Firma Reise Fischer GmbH mit Sitz in Saarbrücken. Der Vertrag über das Linienbündel St. Ingbert umfasse alle Ingo-Busse, die Schulverstärker-Busse sowie die Linie 170, die in Richtung Uni Saarbrücken fährt.

Die neuen Busse des Herstellers MAN bieten die Möglichkeit für kontaktloses Bezahlen, eine Wlan-Funktion wird über einen QR-Code angeboten, der an den Plätzen angebracht ist, sie besitzen hochwertige Sitzpolster und seitliche LED-Strahler, die im Winter für ausreichend Licht beim Ein- und Ausstieg sorgen. Darüber hinaus sollen große Panorama-Luken ein angenehmes Fahrerlebnis schaffen.

Angetrieben werden die zwölf Meter langen Busse, die 36 Sitz- und 88 Stehplätze bereit stellen, teils elektrisch und teils mit Dieselmotor. Da die Hybrid-Fahrzeuge elektrisch anfahren, sollen sie im Gegensatz zu den alten, nur mit Diesel betriebenen Bussen, etwa 15 Liter Kraftstoff pro hundert Kilometer weniger verbrauchen. Somit sparten die Hybrid-Busse Betriebskosten und schonten mit geringeren CO2-Emmisionen das Klima.

Barrierefreiheit durch Technik

Die Busse verfügen an den nahezu lautlosen elektrischen Ein- und Ausstiegstüren über eine Absenkung zum Bordstein hin. Für Rollstuhlfahrer wird eine Rampe ausgelegt, die das fast ebenerdige Einfahren in den Bus erlaubt, wo ebenfalls erleichternde Einrichtungen zu finden sind. An den Vierersitzen sind unter dem Fenster zusätzliche Haltegriffe angebracht, damit der Fahrgast sicher aufstehen kann. Die Rollstühle und Kinderwagen können mit einem Sicherheitsgurt gesichert werden.

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