Einöd RHEINPFALZ Plus Artikel Sportler müssen sich Saarpfalz-Halle jetzt mit der Schule teilen

Karl Schubert (links) und Ortsratskollegen in dem Lagerraum für Mobiliar, der neuerdings als Depot für Schulsportgeräte im Gespr
Karl Schubert (links) und Ortsratskollegen in dem Lagerraum für Mobiliar, der neuerdings als Depot für Schulsportgeräte im Gespräch ist.

Seit sie von der Stadt Homburg für mehrere Millionen Euro aufwendig modernisiert wurde, soll die Saarpfalz-Halle in Einöd nicht mehr als Mehrzweck-, sondern offiziell als Sporthalle gelten. Dies sagte Ortsvorsteher Karl Schuberth vor dem Ortsrat. Und die Schulbehörden dürfen den Sportlern bei der Hallenbelegung jetzt offenbar mehr Vorschriften machen als früher.

„1974 wurde unsere Saarpfalz-Halle als Mehrzweckhalle eröffnet“, erläuterte Karl Schuberth (SPD) am Donnerstagabend, 4. März, vor dem Einöder Ortsrat. „Jetzt, nach der Sanierung, hat mich die Stadt Homburg darüber informiert, dass sie jetzt eine Sporthalle beziehungsweise Schulsporthalle ist. Wo da die Unterschiede sind, ist mir nicht klar. Ich weiß auch nicht, ob es eine offizielle Umwidmung der Halle gegeben hat.“

Schule hat keinen eigenen Turnraum mehr

Weil im Dorf die Einöder Grundschule angesichts stark zunehmender Schülerzahlen aus den Nähten platzt, soll der bisherige Turnraum im Schulhaus umgebaut, aufgeteilt und in Klassensäle verwandelt werden. Daher erfolge der Sportunterricht bis auf Weiteres in der Saarpfalz-Halle. Dass diese zuletzt zur Schulsporthalle ernannt worden sei, scheine nun erste praktische Auswirkungen zu haben: „Zum Beispiel muss jetzt geklärt werden, wo im Gebäude die Sportgeräte der Schule untergestellt werden sollen und wo die vom Turnverein TSG“, sagte Schuberth. Die Homburger Stadtverwaltung habe vorgeschlagen, in einem Raum im Eingangsbereich, der eigentlich zum Unterstellen von Stapelstühlen und Tischen gedacht ist – sowie bei Bedarf für die Ausgabe von Getränken und Speisen – künftig die Barren, Recks, Mattenwagen und Schwebebalken der Grundschule einzulagern. „Das wäre dann sogar mit kleineren Umbauten verbunden“, erläuterte Schuberth mit Blick aufs nagelneu sanierte Gebäude-Interieur.

Sportgerätschaften gemeinsam benutzen?

„Wenn es um die Saarpfalz-Halle ging, hatten wir 40 Jahre lang überhaupt keine Probleme mit dem Homburger Schul- und Sportamt“, meinte SPD-Ortsratsmitglied Ulrich Fremgen. „Ich weiß nicht, warum’s da jetzt auf einmal Schwierigkeiten gibt.“

Fremgens Fraktionskollegin Maria Burger ist Vorstandsmitglied des Turnvereins TSG Einöd-Ingweiler. Nach ihren Worten hatte der Verein vorgeschlagen, dass Schule und TSG sich die Sportgeräte teilen und gemeinsam benutzen. So müsse man mit den sperrigen Geräten nicht in doppelter Ausführung den wertvollen Lagerplatz in der Halle blockieren. „Die Stadt Homburg hat dazu Nein gesagt“, sagte Burger: „Aus Angst, dass sie das Material ersetzen muss, wenn mal etwas beschädigt wird.“

Gesprächsrunde soll Klarheit bringen

Auf breite Zustimmung stieß am Donnerstag Oliver Reis vom Homburger Bauamt mit seinem Vorschlag, dass sich Vertreter von Schulamt, Grundschule, TSG und Stadt bald zusammensetzen sollten. Dann könnten sie Unklarheiten gemeinsam aus der Welt schaffen. In der nächsten Ortsratssitzung will Karl Schuberth das Thema erneut aufs Tapet bringen: „Da bleiben wir dran. Die Stadt muss uns noch viele Fragen beantworten.“

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