Einöd / Schwarzenacker
Bahnhöfe zwischen Homburg und Zweibrücken fit für S-Bahn machen
„Die Bahnstrecke von Homburg nach Zweibrücken wird reaktiviert und geht in vier Jahren in Betrieb“, sagte Dorfchef Karl Schuberth (SPD) am Donnerstagabend, 4. März, vor dem Einöder Ortsrat. „Das steht zum Fahrplanwechsel 2024/25 fest“, erinnerte Schuberth zudem an eindeutige Aussagen des rheinland-pfälzischen Projektbeauftragten Werner Schreiner. „Das Allerschlimmste wäre, dass der Zug schon rollt und die Kommunalpolitik dann feststellen muss, dass wir hier ja plötzlich eine Eisenbahn haben – und die Bahnhöfe sind bis dahin überhaupt nicht darauf vorbereitet.“
Bahnsteig Einöd kann nicht bleiben, wo er heute ist
So müsse etwa die Bahnstation Einöd an die neuen Anforderungen angepasst werden. Zwar wurde der Haltepunkt erst vor wenigen Jahren neugestaltet. „Aber für die S-Bahn muss der Bahnsteig verlegt werden. Dort, wo er jetzt ist, geht es in Zukunft nicht mehr“, verwies Schuberth auf „Vorschriften, die nicht wir uns ausgesucht haben, sondern die man uns von der Bahn aufs Auge gedrückt hat“.
Bevor der erste Zug zwischen Homburg und Zweibrücken rollt, müssten am Haltepunkt Einöd auch eine neue Zuwegung und leistungsfähigere Parkplätze her. „Für diese Dinge ist die Stadt Homburg zuständig“, möchte der Ortsvorsteher den Verantwortlichen im Homburger Rathaus möglichst frühzeitig Dampf machen. „Immerhin muss bis dahin ja auch das nötige Geld dafür vorhanden sein.“
Schwarzenackers Rolle für den Tourismus
Die künftige Bahnverbindung wird auch in Schwarzenacker halten, in der Nähe der Galerie Beck. „Dort muss der Haltepunkt auf seine wichtige Rolle für den Tourismus vorbereitet werden“, sieht Ortsvorsteher Karl Schuberth den Haltepunkt im Nachbarstadtteil als Besucher-Bindeglied zum Römermuseum, zur Klosterruine Wörschweiler und zum Unesco-Biosphärenreservat Bliesgau an.
„Noch ist Zeit. Jetzt und heute muss es mit den vorbereitenden Planungen, Grundstückskäufen und Baugenehmigungen losgehen“, erzählte Schuberth von ersten enttäuschenden Gesprächen mit Behördenvertretern, „die von der neuen Eisenbahn bis jetzt noch nie was gehört haben“. „Dabei muss das alles in vier Jahren geregelt und fertig gebaut sein.“
Einstimmig richtete der Einöder Ortsrat in seiner Sitzung die Bitte an die Homburger Stadtverwaltung, dass er als ortskundiges Gremium „von Anfang an“ in alle Planungen für die beiden neuen Haltepunkte einbezogen wird.