Saarbrücken Shisha-Schiff ist endlich gehoben
Die „Vaterland“, ein als schwimmende Shisha-Bar dienendes Boot ohne Motor, war im Februar an seinem Liegeplatz am Willi-Graf-Ufer der Saar auf Grund gelaufen. Bis Donnerstag nun hatten Taucher das Schiff ringsum mit Holztafeln abgedichtet und Luftsäcke befestigt. „Es hat alles gut geklappt. Jetzt ist das Schiff schwimmfähig und wir können mit den Aufräumarbeiten beginnen“, sagte Geschäftsführer Karlheinz Vitt. Es habe am Vorabend bis 22 Uhr gedauert, bis das Schiff wieder schwimmen konnte.
„Dann haben wir noch bis 24 Uhr ein bisschen Fehlersuche gemacht, um zu schauen, wo könnte Wasser eindringen. Dann war Feierabend.“
Nächste Woche wird abgeschleppt
Weil die „Vaterland“ wegen des Gewichts des nassen Aufbaus und der vollgesogenen Möbel noch schräg lag und unter keine Brücke passte, wurden die Hebesäcke am Donnerstag auf der anderen Seite angebracht. Das Geländer muss entfernt werden, damit ein anderes Schiff anlegen kann, das das Gastro-Boot später abschleppen soll. Dies soll am Mittwoch oder Donnerstag nächster Woche erfolgen.
Vier Kilometer flussabwärts soll das Wrack mit zwei 500-Tonnen-Autokränen aus dem Wasser gehoben werden. Dies sei vor Ort an der Uferpromenade in der Saarbrücker Innenstadt nicht möglich.
Ärger mit Regen und Hochwassergefahr
Die schwimmende Shisha-Bar hätte schon Anfang Juli von der Spezialfirma geborgen werden. Wegen Hochwassergefahr und heftiger Niederschläge mussten die Arbeiten vorige Woche aber unterbrochen werden.
Warum das Schiff gesunken ist, ist derzeit noch unbekannt. Wie ein Sprecher der Polizei sagte, kann die Unfallursache erst nach der endgültigen Bergung geklärt werden.