Saarbrücken / Neunkirchen
Schwer verletzt: 19-Jähriger kracht in Lkw
Am Dienstagabend gegen 18.55 Uhr krachte ein 19-jähriger Kleintransporterfahrer nahezu ungebremst in das Heck des vor ihm fahrenden Lasters. Nach ersten Erkenntnissen sei er nicht angeschnallt gewesen, so die Polizei. Der schwere Unfall ereignete sich auf der A6 Saarbrücken, rund anderthalb Kilometer vor dem Autobahnkreuz Neunkirchen in Fahrtrichtung Mannheim und richtete einen geschätzten Schaden von 30.000 Euro an. Die Autobahn musste im Bereich Kirkel-Neuhäusel für mehrere Stunden gesperrt werden.
Der 19-Jährige saß am Steuer eines weißen Ford-Transits und kam aus dem Landkreis Neunkirchen. Der Lieferwagen wurde durch den Aufprall auf die Überholspur geschleudert und blieb an der Mittelleitplanke völlig zerstört stehen. Ersthelfer mussten den Fahrer auf der Beifahrerseite aus dem Fenster ziehen.
19-Jähriger schwer verletzt
Der 19-Jährige wurde vom Rettungsdienst vor Ort behandelt und mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Ob die Verletzungen lebensgefährlich sind, kann die Polizei nicht sagen. Der Fahrer des Lasters blieb dagegen unverletzt.
Nun werden Gutachter und Spurensicherung klären, wie genau es zu dem Unfall kommen konnte. Die beiden Fahrzeuge wurden von der Polizei sichergestellt. Der Fahrtenschreiber des Lkw solle weiteren Aufschluss über die Unfallumstände geben. Hinweise auf Alkohol im Blut von einem der beiden Fahrer gibt es nicht. Sicher ist aber, dass der 19-Jährige viel zu schnell unterwegs war, berichtet die Polizei. Die Freiwillige Feuerwehr rückte mit dem Löschbezirk Rohrbach und etwa zehn Leuten aus. Sie nahm auch auslaufende Betriebsstoffe auf.
Autofahrer gehen mitten auf der Autobahn spazieren
Hunderte Autofahrer und Trucker standen für rund fünf Stunden im Stau und konnten die Autobahn nicht verlassen. Das habe nach Angaben der Polizei für kuriose Szenen gesorgt. Sie schreibt: „Bemerkenswert war auch das Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer, welche während der Vollsperrung über einen längeren Zeitraum im Stau verharren mussten. Einige Personen gingen spazieren (teilweise mit Hunden) und waren nicht an ihren Fahrzeugen festzustellen. Mehrere Fahrzeugführer mussten durch die Polizei beim Versuch, den Autobahnabschnitt freizumachen, erst geweckt werden, was einen erheblichen, weiteren Zeitverzug bedeutete.“ Zwei Autos ließen sich nicht mehr starten, da die Autobatterien nicht mehr genug Spannung aufwiesen. Ein Autofahrer beschimpfte zudem einen Polizeibeamten.
Frau spaziert auf die Gegenfahrbahn
„Völliges Unverständnis“ seitens der Polizei habe aber eine Frau hervorgerufen: „Diese beschloss, ihr Fahrzeug im Stau einfach auf dem Standstreifen abzustellen.“ Sie habe ihr Auto abgeschlossen und sei nach Angaben eines Lkw-Fahrers zu Fuß über die Mittelleitplanke auf die nicht gesperrte Gegenfahrbahn spaziert. „Dort ließ sie sich von einem Bekannten abholen und entfernte sich in unbekannte Richtung. Ihr Pkw wurde von ihr einfach auf dem Standstreifen belassen“, schreibt die Polizei. Ihr abgestelltes Auto wurde zum Hindernis bei den Verkehrsmaßnahmen nach dem Unfall. Die Polizei leitet gegen die Frau nun ein Verfahren ein.