Saarbrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Rohrbruch legt Löschwasserversorgung für Saarbrücker Klinik lahm

Die Feuerwehr pumpte den Keller aus.
Die Feuerwehr pumpte den Keller aus.

Ein Rohrbruch auf dem Winterberg hat die Löschwasserversorgung für das gesamte Klinikum Saarbrücken am ersten Weihnachtsfeiertag lahmgelegt.

Nachts um 3 Uhr sei der erste Alarm in der Haustechnik aufgelaufen, sagte Ingo Friedrich, der Leiter der Haustechnik. „Dann starteten die Löschwasserpumpen automatisch, was sie nur tun, wenn Druck verlorengeht. Wir konnten aber zunächst nicht erkennen, wo das passiert. Das Netz der Löschwasserleitung verläuft über das gesamte Klinikgelände parallel zum Trinkwassernetz. Bei einer Nachschau im dritten Untergeschoss stand dann am Morgen plötzlich Wasser. Wir vermuten das Leck an der Außenwand des Technikgebäudes. Stadtwerke und ein Fachunternehmen beginnen sofort damit, die Stelle aufzugraben“, sagte Friedrich und war von Handwerkern umringt, während die Berufsfeuerwehr den Keller auspumpte.

Die Löschwasserversorgung sei abgeschaltet worden. „Das ist aber kein Problem. Bei einem Brand wird die Feuerwehr Tanklöschfahrzeuge an die Einspeisungspunkte ankoppeln und damit den Löschwasserbedarf decken“, erklärte Friedrich. Falls der Wasserverlust länger andauere, könne man den Löschwasserkreislauf auch über eine provisorische Leitung an das Straßennetz anschließen und eine Überbrückung herstellen.

Die drei Transformatoren, die das Klinikum mit Strom versorgen, hätten durch die Leckage theoretisch ausfallen können, wenn man den Wassereinbruch nicht bemerkt hätte. In so einem Fall würde aber die neue Notstromversorgung einspringen, die das komplette Klinikum mit Strom versorgen könne. Insofern habe man für alle Eventualitäten auch eine Alternative. Die fehlende Löschwasserversorgung gefährde den Klinikbetrieb nicht. Der Einsatz der Saarbrücker Berufsfeuerwehr dauerte am ersten Weihnachtsfeiertag zwei Stunden, die Fachfirmen und die Stadtwerke waren sofort zur Stelle.

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