Homburg
Römermuseum stellt neues Saison-Programm vor
Am Mittwoch, 1. März, ist Saisonstart im Römermuseum Schwarzenacker. Am vergangenen Donnerstag hat die Stiftung zur Pressekonferenz eingeladen, auf der Stiftungsvorsitzende Philipp Scheidweiler Bilanz zog und das Programm der kommenden Saison vorgestellt hat.
Das vergangene Jahr sei nach zwei mageren Jahren 2019 und 2020 mit starken pandemiebedingten Einschränkungen sehr gut gewesen, so Scheidweiler. Zur Zeit vor der Pandemie 2019 sei ein deutlicher Besucherzuwachs von 13.000 zu 15.000 Besuchern zu verzeichnen gewesen. Waren im vergangenen Jahr noch die Themen Römer und Barock Schwerpunkte, verschiebe sich der Fokus in diesem Jahr wieder auf das Thema Römer, ohne den Barock aber völlig zu ignorieren. So seien auch wieder Veranstaltungen mit der Kammerzofe Henrietta alias Monika Link im Programm vorgesehen. Erster Höhepunkt des Jahresprogramms ist die Dauerausstellung mit den Playmobil-Nachbauten römischer Alltagsszenen von Peter Linn.
Die „Dauerbrenner“ bleiben im Programm
Zweiter Höhepunkt des Museumsprogramms ist das große Römerfest am 15. und 16. Juli. Dann wird römisches Leben im Freigelände auferstehen. „Das typische Alltagsleben in der römischen Stadt wird dann zwei Tage Einzug halten, inklusive Händler, Musiker, Handwerkern, römischen Speisen und Schaukämpfen“, verspricht Philipp Scheidweiler. Dafür gibt es in diesem Jahr kein Ambottens-Fest, denn das ist ein barockes Spektakel.
Über den beiden großen Themenhöhepunkten will das Museum aber auch die „Dauerbrenner“, wie Scheidweiler sie nennt, nicht vergessen. Dies sind das Sommerferienprogramm im Museum, die vor zwei Jahren eingeführte und sehr erfolgreiche Osterrallye in den Ausgrabungen am 6. April, die Möglichkeit, Kindergeburtstage auszurichten, sowie die diversen Schulprojekte. All das wird es also auch in diesem Jahr geben. Dazu kommt der römische Koch-Workshop „Unvergessen“ am 2. September, für den sich jedermann und jede Frau anmelden kann. Bei Bedarf könne man einen solchen Workshop auch zusätzlich für geschlossene Gruppen, etwa für Firmengruppen, anbieten. Und dann ist da noch „Dip Trip“, eine kulinarische Reise durch das Museum mit vier Stationen, die am 2. Juni und am 15. September stattfindet.
Scheidweiler: Barock noch immer ein Nischenthema
Sechs Vorträge von Henrietta, der 300 Jahre alten Kammerzofe von Schloß Karlsberg, drehen sich im barocken Themengebiet um das Leben am Hofe. Eine Gartenführung unter dem Motto „Hier blüht euch was“ spricht die Pflanzenfreunde an. Laut Philipp Scheidweiler ist das Thema Barock für das Museum noch immer ein Nischenthema, an dem das Interesse des Publikums jedoch stetig wachse. Sehr gut laufe das Römercafé, das vor einem Jahr eröffnet wurde. Die Zusammenarbeit mit den Pächtern sei sehr gut und gehe über die reine Museumsarbeit hinaus, beispielsweise bei Hochzeiten, die im Edelhaus stattfinden. Freie Trauungen seien auch ein Feld, das man ausbauen wolle, so der Stiftungsvorsitzende. Die Personaldecke im Museum liegt un verändert bei sechs Vollzeitstellen, für das Freigelände habe man einen Förderantrag beim Land gestellt, um die ehemalige Ladenstraße der römischen Siedlung wiederherzustellen. Dies gehe nur mit einer 95-Prozent-Förderung durch das Saarland, werde der Antrag abgelehnt, sei das Vorhaben nicht möglich. Träger des Museums ist nach wie vor die Stiftung Römermuseum mit den drei Stiftern Stadt Homburg, Saarpfalz-Kreis und Karlsberg-Brauerei. Laut Scheidweiler hat der Kreis nach langen Gesprächen seinen Stiftungsbeitrag „deutlich erhöht“, werde den Betrieb des Museums jedoch nicht alleine übernehmen.